Liebe Mitbürger!

Hier werden wir Sie über die Kandidaten zur Landratswahl informieren:

Bis jetzt gibt es vier Bewerber für das Amt des Landrats: Alexander Legler (CSU), Maili Wagner (Freie Wähler), Max Bruder (FDP) und Özcan Pancarci (SPD). Der amtierende Landrat Ulrich Reuter (CSU) wird bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr antreten.

Özcan Pancarci ist der gemeinsame Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Landkreis Aschaffenburg. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 1. Oktober stellten Barbara Hofmann und Artur Schnatz (Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Aschaffenburg-Land) sowie Simon Dümig und Wolfgang Jehn (SPD Kreisverband Aschaffenburg) Özcan Pancarci öffentlich vor. Zuvor hatte er sich auf zwei internen Versammlungen den Fragen der Mitglieder gestellt. Özcan Pancarci steht laut Parteiinformation für eine Politik des Miteinanders: „Der Landkreis Aschaffenburg verfügt über große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Potenziale“, so Pancarci. „Wir haben im Landkreis Aschaffenburg tolle Menschen, die zu vielen wichtigen Themen Fachwissen haben. Als Landrat würde ich diese Potentiale aufgreifen und weiterentwickeln. Eine große Herausforderung sieht er im Klimaschutz. „Nachhaltigkeit und Umweltschutz müssen die wichtigsten Eckpfeiler der Landkreisarbeit sein und bei unseren Vorhaben und Projekten berücksichtigt werden. Dies sind wir den Jugendlichen schuldig, die seit einem Jahr für dieses wichtige Zukunftsthema auf die Straße gehen,“ führte Pancarci aus.

 

Der Landratskandidat der FDP im Kreis Aschaffenburg ist Max Bruder.  Der gebürtige Mannheimer war Anfang September vom Kreisvorstand seiner Partei nominiert worden und musste nicht groß überredet werden, wie er bei seiner Vorstellung  in der Mitgliederversammlung sagte. Ein Hang zur Politik sei ihm wohl von den Großvätern mitgegeben, Sozialdemokrat der eine, Christdemokrat der andere. Der 30-Jährige ist Vorsitzender des kürzlich gegründeten FDP-Ortsverbands Großostheim. Der Digitalisierung, die er als Thema Nummer eins nannte, gab er in seinem ohne Redemanuskript gehaltenen Vortrag breiten Raum. Nach eigenen Worten ein "Quereinsteiger" in die IT-Branche, hob er die Verlegung von Glasfaserkabel "in allen Gemeinden, in alle Gebäude" als zentrale Aufgabe der Infrastrukturpolitik hervor. Statt es jeder Gemeinde zu überlassen, dafür selbst eine Lösung zu suchen, solle man die Verkabelung überörtlich organisieren.

 

Die Kandidatin der Freien Wähler für den Landratsposten im Kreis Aschaffenburg heißt Maili Wagner. Man habe bewusst eine Quereinsteigerin als Kandidatin gewählt, erklärte Reiner Pistner vom Vorstand der Freien Wähler. »Das ist der frische Wind, der vielleicht gerade unserem Landkreis gut tut«, so Pistner. Man bewege sich hier zu oft im gesetzlichen Rahmen, sehe aber die freien Spielräume nicht, die es gebe. Da tue ein Blick über den Tellerrand gut.

Und den könne Maili Wagner bieten. Die Frau mit dem finnischen Vornamen hat eine ganze Menge Auslandserfahrung: Studium in den USA, verwandtschaftliche Beziehungen nach Norwegen und fünf Jahre Auslandsschuldienst in Ecuador. Seit 2006 arbeitet sie als Lehrerin für Englisch und Sport am Dalberg-Gymnasium in Aschaffenburg.

Als oberstes Ziel ihrer Arbeit nennt Wagner das Gespräch mit den Menschen. Sie wolle für die Bürger da sein. Marktplatz, nicht Hinterzimmer, sei ihre Devise. Kein Geschachere um Pöstchen wie derzeit in Brüssel sondern offene Demokratie. Dies sei das beste Rezept gegen Politik-Verdrossenheit.

Als Ziele nennt sie einen gut organisierten und vernetzten ÖPNV, einen Ausbau der Radwege sowie den Klima- und Naturschutz. Wagner: »Auch Bewegungen wie Friday for Future nehme ich ernst.« Als Mutter wolle sie auch Einiges für die Bildung tun, etwa die mittleren Bildungsabschlüsse harmonisieren. Wichtig ist ihr auch die Digitalisierung: »Lange Ladezeiten und Funklöcher passen nicht zu meinem Anspruch für unseren Landkreis.«

Das Führen einer Verwaltung sei für sie »nicht nur Kür, sondern in erstes Linie auch Pflicht«. Erfahrene Politiker wie der frühere Laufacher Bürgermeister Valentin Weber, die 2. Bürgermeisterin von Kleinostheim, Tanja Rock, oder die Bürgermeister von Goldbach und Schöllkrippen, Thomas Krimm und Reiner Pistner, hätten sie daher intensiv in die Geheimnisse der Lokalpolitik eingeweiht.

Begriffe wie der Hebesatz fielen ihr dabei zunächst noch schwer, gibt sie zu. Aber das sei vielleicht gerade der Vorteil von Maili Wagner, erklärt Pistner: »Der Bürger da draußen interessiert sich nicht für den Hebesatz.«

"En­ga­giert, er­fah­ren, ver­läss­lich": Mit die­sem Slo­gan zieht der Al­ze­nau­er Bür­ger­meis­ter Alex­an­der Leg­ler für die CSU in den Wahl­kampf um den Pos­ten des Land­rats im Kreis Aschaf­fen­burg, der am 15. März 2020 ge­wählt wird.

Bei seiner Nominierung durch die CSU-Kreisvertreter am Freitagabend, in der Kleinostheimer Maingauhalle erhielt Legler als einziger Bewerber 98,8 Prozent der Stimmen, skizzierte der 41-Jährige erstmals Schwerpunkte seines Programms.

Dass darin Klimaschutz breiten Raum einnimmt, spiegelt wider, worüber viele der CSU-Delegierten am Freitag immer wieder sprachen: Die Grünen gelten angesichts der politischen Großwetterlage als Hauptkonkurrent. »Schaut nach Miltenberg« raunte mancher in der Maingauhalle seinem Tischnachbarn warnend zu - in Anspielung auf Jens Marco Scherf, der 2014 im Nachbarkreis zu bundesweit einem der beiden ersten Landräten der Grünen gewählt worden war.

 

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