Das ist los in Haibach

Mai 2020

Gemeinderatssitzung am 27. Mai 2020

Der Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung vom 27. Mai die „Spielregeln“ (Geschäftsordnung) für die weitere Zusammenarbeit gegeben. Diese Regeln sind in einem gemeinsamen Arbeitskreis vorab besprochen worden, so dass jetzt große Einigkeit beim Beschluss herrschte. In einigen Punkten ist eine Öffnung zu mehr Bürgerbeteiligung festzustellen. (Die gesamte Geschäftsordnung ist auf der Internetseite der Gemeinde zu finden.)

Die wichtigsten Regeln:

Sitzungstermine sind immer mittwochs von 19.30 bis 22 Uhr

In der Tagesordnung werden die Beratungsgegenstände erläutert und inhaltlich konkretisiert. Die Tagesordnung wird spätestens am 3. Tag vor der Sitzung ortsüblich (im Mitteilungsblatt) unter Hinweis auf die weitere Veröffentlichung der Beratungsgegenstände auf der Homepage der Gemeinde Haibach bekannt gemacht.

Alle drei Monate wird eine „Bürgerfragestunde“ und der „Sachstandsbericht der Verwaltung“ festgesetzt

In die genehmigten Niederschriften über öffentliche Sitzungen des Gemeinderates, der beschließenden und beratenden Ausschüsse können alle Bürgerinnen und Bürger Einsicht nehmen. Sie werden nach deren Genehmigung unverzüglich auf der Homepage der Gemeinde Haibach den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht.

Weitere Beratungspunkte:

Bei neu ausgebauten Straßen wurde eine Sperre für Straßenaufbrüche von 10 Jahren (bisher 25 Jahre) beschlossen. Hausanschlüsse sollen vorrangig in die gepflasterten Gehwege oder Querungen gelegt werden. Ist dies nicht möglich, können Aufbrüche dennoch von der Bauverwaltung genehmigt werden.

Auf Antrag der SPD-Fraktion wird die Verwaltung mit den Schulleitungen die Ausstattung der Grund- und Mittelschule mit Computern und Software beraten. (Hintergrund: „Homeschooling in der Corona-Krise“). Der Staat unterstützt die Anschaffung von Leihgeräten mit 17000 Euro und im „Digitalpakt“ für die Ausstattung der Schulen nach deren Medienkonzept. (siehe im Internet unter dem Suchbegriff „digitalpakt schulen bayern“)

Arbeitskreise

Bisher eingerichtet wurde der Seniorenbeirat (unsere Vertreter: Ingo Adams und Sandra Roth)

Der Ortsjugendrat soll „wiederbelebt“ werden. Unsere Vertreterin: Karin Rückert

Weitere Arbeitskreise werden in der nächsten Sitzung beraten.

Wildpark-Öffnung: Während der Arbeitszeit des „Wildparkpersonals“ kann der Wildpark besucht werden. Eine weitere Öffnung ist wegen des fehlenden Hygienekonzeptes noch nicht möglich.

Presseschau:

Straßenaufbrüche:mainechotitel

Schule: mainechotitel

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Aktuelle Situation an der Ortsverbindungsstraße

Presseschau:

mainechotitel

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Kultur-, Sozial- und Sportausschuss des Gemeinderates am 20.5.2020

Sternenkindergedenkstätte

Als Sternenkind werden verstorbene Kinder bezeichnet, insbesondere wenn sie vor, während oder bald nach der Geburt verstorben sind. „Sternchen“, die mindestens 500 Gramm wiegen, müssen beim Standesamt registriert werden. Seit März 2013 werden „Sternchen“ auch unterhalb dieser Gewichtsgrenze offiziell als Personen anerkannt. Eltern haben seitdem ein Recht darauf, dass ihr Sternenkind mit einem Namen im Personenstandsregister verzeichnet wird. Diese Gesetzesänderung im Personenstandsrecht führt dazu, dass Sternenkinder dem Friedhof beigesetzt werden dürfen. Wenn das Kind mit einem Körpergewicht unter 500g tot zur Welt kommt, können die Eltern selbst entscheiden, ob das Sternenkind beigesetzt werden soll. Sie müssen nicht im Personenstandsregister beurkundet werden. Bis Mai 2013 gab es diese Kinder juristisch gar nicht. Seit Mai 2013 können die Sternenkinder unter 500g Körpergewicht aber auf Wunsch der Eltern beim Standesamt registriert werden. In der Regel kümmert sich die Klinik um die Bestattung von Fehlgeburten. Die Urnen werden dann in einem Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Die Eltern müssen diese Beisetzung meist nicht bezahlen.
Auf Anregung von Karin und Jürgen Großmann und Beate Konrad wurde jetzt im Waldfriedhof eine Gedenkstätte errichtet, die den trauernden Eltern eine Möglichkeit bietet, einen Ort für ihre Trauer zu haben. Entlang eines Weges kann ein Stein abgelegt werden, der den Namen des Kindes trägt. In der Mitte steht ein Eichenstamm, in den Michael Roth vom Bauhof einen Stern herausgearbeitet hat. Die Fläche vor dem Stamm ist aus Haibacher Granitplatten („Haibacher Blaue“) belegt. Solche Platten sind auch als Gedenkstein für die Sternenkinder vorgesehen.

Der Kultur-, Sozial- und Sportausschuss des Gemeinderates hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 20. Mai beschlossen, dass von der Gemeinde keine Gebühren für die Beisetzung und den Gedenkplatz erhoben werden. Die Gestaltung soll dem natürlichen Umfeld gerecht werden. Insbesondere dürfen keine Gegenstände abgestellt werden. Eine Kerze am Baumstamm wird von der Gemeinde angebracht. Wenn der Gemeinderat diesem Empfehlungsbeschluss folgt, wird die Friedhofssatzung entsprechend ergänzt und der Platz übergeben

Ferienspiele

Der Kultur-, Sozial- und Sportausschuss des Gemeinderates musste dem Jugendbeauftragten Axel Menschemoser Recht geben: Eine Ferienbetreuung in den Sommerferien lässt sich in diesem Jahr nicht organisieren. Lediglich fünf Kinder dürfen mit einem Betreuer (über 18 Jahren) zusammen sein – in den letzten Jahren waren immer mehr als 100 Kinder und Jugendliche bei den Ferienspielen angemeldet. Meschenmoser plant jedoch schon für die Herbstferien in der Hoffnung, dass sich die Corona-Beschränkungen lockern. In den Pfingstferien müssten die Grund- und Mittelschule eine Betreuung für ihre Schüler vorsehen, erklärte Bürgermeister Andreas Zenglein. Abgesagt wurde auch die Ferienfreizeit in der französischen Partnergemeinde Marck.

Die Ferienspiele der Vereine müssen auch unter der Corona bedingten Vorgaben durchgeführt werden. Ob einzelne Vereine ihre Angebote aufrecht erhalten können wird demnächst abgefragt.

Grünanlagen

Der Leiter des gemeindlichen Bauhofes, Franz Staab, gab einen Überblick über die Arbeit in den Grünanlagen: 120 Einzelflächen mit mehr als 150 000 Quadratmeter seien zu mähen, 2500 m² müssen regelmäßig gejätet werden. Dazu kommen 2000 m² im Waldfriedhof, 1000 m² im Ortsfriedhof, 200 m² im Friedhof Grünmorsbach und 100 m² im Friedhof Dörrmorsbach. Der Bauhof plane, pflegeleichte und trotzdem schöne, bunten Flächen zu erstellen, Pflanzen mit weniger Pflegebedarf zu verwenden und Synergien zu nutzen. Seit 2015 werde daran gearbeitet, öffentliche Grünflächen nach den Richtlinien biodiversitärer Ansätze umzubauen. Die Artenvielfalt im Ort soll dadurch wiederbelebt werden.

Aktuell werde daran gearbeitet an der neuen Grünanlage an der Großmannstraße, am Umbau der Grünflächen rund um die alte Rollschuhbahn am Sportfeldweg, der Umgebung der Baumgräberanlage im Waldfriedhof und an der Entwicklung des HIT (Haibacher Insektenturms). Eine Teilnahme am Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ sei angemeldet.

Ziel der Arbeit sei es, die Bürger mitzunehmen, Privatgartenbesitzer zu animieren, mitzumachen (Vorgärten umbauen usw.) und den Menschen beizubringen, dass nicht der perfekte gepflegte Rasen das Nonplusultra ist, sondern die möglichst artenreiche Wiese!

Christian Fuchs (FWG) schlug vor, Flachdächer (Bushaltestellen, Gebäude) zu begrünen, damit dort „Bee-Stopps“ entstünden. Diese Bienen-Blühflächen würden in den Plan des Bauhofes aufgenommen, sagte Staab zu

Kinderspielplätze

Haibach hat 24 Spiel- und Bolzplätze. Bei der letzten amtlichen Überprüfung aus dem Mai 2020 sind laut Prüfbericht 10 Spielplätze, auf denen nur ganz wenige bis gar keine Mängel existieren. (Sind also die restlichen 50 Prozent mit Mängeln? Was geschieht dort? Wann?)

Christian Fuchs (FWG) machte darauf aufmerksam, dass kaum Spielmöglichkeiten für Kleinkinder bestünden. Auch sollten die Spielplätze abgesichert werden, damit die Kinder nicht auf die Straße laufen könnten. Er bot an, Ideen für die Gestaltung bei den Eltern zu sammeln und zusammen mit Franz Staab die Gestaltung zu planen. Diese Idee wurde von den anderen Fraktionen aufgegriffen. Ein Arbeitskreis soll sich mit der Planung beschäftigen.

Vereinsförderung

Weil die Vereine in diesem Jahr keine Veranstaltungen durchführen können (Ferienspiele, Jugendzeltlager) schlug Christian Fuchs (FWG) vor, die Vereinsförderung wie bisher üblich auch ohne Aktionen auszubezahlen. Die Grundförderung könne sogar verdoppelt werden. Jürgen Großmann (CSU) schlug vor, einen Arbeitskreis zu bilden, der anhand der Zuschussrichtlinien eine Vereinsförderung vorschlage.

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Kinderkrippe genehmigt – Anmeldungen möglich

Der Bauausschuss des Gemeinderates hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 13.5. die Pläne für die neue Kinderkrippe genehmigt. In dem ehemaligen Motorradgeschäft in der Straße „Zum Stadion 1“ baut die Firma „Immo Invest 3“ wie bereits mit der Aufsichtsbehörde abgesprochen eine Kinderkrippe für zwei Gruppen (24 Kinder). Der Bauausschuss musste nur noch die Außenanlage und die Stützmauer entlang der Straße genehmigen. Die Krippe ist laut Bürgermeister Andreas Zenglein eine „Notlösung“, da eigentlich rechnerisch ein höherer Bedarf bestehe. Die Gemeinde mietet die Immobilie für fünf Jahre an. In dieser Zeit soll der Marienkindergarten umgebaut werden und dann genügend Platz für alle Kinder bieten.  

Ab Herbst können in der neuen Krippe 24 Kinder aufgenommen werden. Betriebsträger ist die katholische Kirchenstiftung Haibach. Anmeldungen sind möglich über die Emailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dazu stand im

 

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Gemeinderatsitzung am 6. Mai

Neuer Gemeinderat im Amt: Am 6. Mai wurden unsere neuen Gemeinderäte Ingo Adams, Christian Fuchs und Karin Rückert mit weiteren 6 (siehe unten) neuen in ihr Amt eingeführt und vereidigt.

Die konstituierende Sitzung brachte auch die ersten Personalwahlen.

Hier das Ergebnis:

Zweiter Bürgermeister: Jürgen Großmann

Dritte Bürgermeisterin: Ilse Spielmann

Diese Wahlen waren äußerst spannend. Als Kandidat zum zweiten Bürgermeister hatte die CSU ihren neuen Gemeinderat Steffen Kruschina in die Wahl geschickt. Bernd Oppenrieder (SPD) und Jürgen Goldhammer (FWG) erklärten, dass sie keinen „Neuling“ und weitgehend „Unbekannten“ in dieses Amt wählen können. Da aber die CSU als größte Fraktion einen zweiten Bürgermeister stellen könne, schlugen sie Jürgen Großmann vor. Nach einer von der CSU gewünschten Unterbrechung hielten beide an ihrer Kandidatur fest.

Ergebnis: Großmann 14 Stimmen, Kruschina 7 Stimmen

(Zur Einordnung: CSU hat mit dem Bürgermeister 10 Stimmen, SPD 6, FWG 4, AfD 1)

Die erste Überraschung des Abends!

Und die ersten Fragen: Warum hielt die CSU (der Bürgermeister?) an der Kandidatur von Kruschina fest, obwohl eine klare Niederlage im Raum stand? Was wollten sie damit bezwecken? Ist dies ein Zeichen für eine neue Öffnung des Gemeinderates in eine fraktionsübergreifende Arbeit?

Nächste Überraschung:

Als Kandidatinnen für den dritten Bürgermeister stellte die CSU Eva Rückert, die SPD Ilse Spielmann. Ergebnis: Spielmann 13, Rückert 7, (eine ungültig)

Demnach wieder ein Zeichen einer offenen Fraktionsabstimmung in der CSU.

Und wieder die Fragen:

Was bedeutet dies für die künftige Arbeit?

Ist die CSU innerlich zerstritten oder zeigt sich hier wieder eine Öffnung über Parteigrenzen hinweg?

Hat sich Bürgermeister Andreas Zenglein „blind“ auf seine bisherige Mehrheit verlassen?

Wurde er durch die Wahl belehrt, offener mit seinen Absichten umzugehen?

Ist jetzt die Arbeit im Gemeinderat offener für eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit?

Die Ausschüsse werden mit jeweils 10 Personen besetzt (16:5 Stimmen), um den letzten Platz hätte man losen können oder nach der Anzahl der Gesamt-Wahlstimmen verteilen können. (In der letzten Periode wurde gelost.) Dieses Verfahren hat auch Jürgen Goldhammer wieder vorgeschlagen.

Für die Vergabe an die meisten Wählerstimmen gab es 13 zu 8 Stimmen.

Folge: In allen Ausschüssen bekommt die CSU einen Platz und damit die Mehrheit mit 5 (+Bürgermeister) zu 3 SPD zu 2 FWG Stimmen. AfD-Mann Baumann hat keinen Platz in einem Ausschuss.

Unsere Gemeinderäte sind in folgenden Ausschüssen vertreten:

Finanzen: Jürgen und Ingo

Kultur: Karin und Christian

Bau: Jürgen und Christian

In dem eigenen Rechnungsprüfungsausschuss ist je ein Vertreter von CSU, SPD und FWG. Jürgen hat den Vorsitz.

(Die Vertreter der anderen Parteien in den Ausschüssen bitte auf der Seite der Gemeinde nachlesen)

Ingo ist Stellvertreter im Abwasserzweckverband.

So steht es im Main Echo:

https://www.main-echo.de/7017126

Eure Kommentare gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Sie werden dann unter AKTUELLES eingestellt)

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Herzlich Willkommen im neuen Gemeinderat!

Wir wünschen euch allen viele gute Ideen und stetes Engagement für unsere Gemeinde! Für den gesamten Gemeinderat wünschen wir eine gute, kameradschaftliche Zusammenarbeit!

So setzt sich der neue Gemeinderat zusammen:

CSU

 

Andrea Stürmer

Beate Konrad

Jürgen Großmann

Michael Albert

Michael Fuchs

Toni Stahl

Steffen Kruschina (neu)

Eva Rückert

Carola Heeg (neu)

 
   

SPD

 

Anja Goymann

Ilse Spielmann

Dietmar Kempf-Blatt

Katja Fuchs (neu)

Bodo Leiblein (neu)

Bernd Oppenrieder (neu)

   

FWG

 

Jürgen Goldhammer

Karin Rückert (neu)

Ingo Adams (neu)

Christian Fuchs (neu)

   

AfD

 

Jörg Baumann (neu)

 

 

Im Kreistag arbeiten für Haibach mit:

Andreas Zenglein, Andrea Stürmer (CSU)

Jörg Baumann, Joachim Rausch (AfD)

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April 2020

Abschied von Gemeinderäten

Bürgermeister Andreas Zenglein verabschiedete in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch Gemeinderäte, die in der neuen Periode dem Gemeinderat nicht mehr angehören. Mit einer ausführlichen Laudatio schaute er auf die Leistungen der einzelnen Räte zurück. Die drei Fraktionssprecher Toni Stahl (CSU), Dietmar Kempf-Blatt (SPD) und Jürgen Goldhammer (FWG) bedankten sich für die kollegiale Zusammenarbeit.

Verabschiedet wurden:

Nach 2 Jahren Josef Farrenkopf (SPD),

nach 3 Jahren: Andreas Först (SPD),

nach 6 Jahren Tobis Rückert (FWG) und Torsten Redeker (SPD),

nach 12 Jahren Peter Amrhein (CSU),

nach 18 Jahren Andreas Hein (CSU).

24 Jahre gehörten Claus Rückert (FWG) und Horst Hock (CSU) dem Gemeinderat an. Hock war davon zehn Jahre dritter und in den letzten zwei Jahren zweiter Bürgermeister.

26 Jahre im Gemeinderat war Richard Hein.

Nach 18 Jahren war Hans Georg Seitz bereits 2018 ausgeschieden. Zwei Jahre davon war er dritter Bürgermeister.

Zu den FWG-Gemeinderäte siehe auch auf der Seite "Unsere Gemeinderatsarbeit"

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Gemeinderat am 29. April

Der Haushaltsplan für das Jahr 2020 wurde am 29. April einstimmig beschlossen. Bürgermeister Andreas Zenglein bezeichnete die Finanzlage der Gemeinde als geordnet und mit der Leistungsfähigkeit der Gemeinde im Einklang stehend. Die Prokopfverschuldung liegt mit 79 Euro weit unter dem Wert vergleichbarer Gemeinden. Alle Fraktionssprecher lobten den Etat als solide. Toni Stahl (CSU) gab zwar zu bedenken, dass durch die Coronakrise Unwägbarkeiten auftreten könnten, doch sei der Gemeinderat darauf vorbereitet. Dietmar Kempf-Blatt (SPD) wünschte sich eine vorsichtige Verschlankung der Investitionen und eine laufende Information der aktuellen Entwicklung. Jürgen Goldhammer (FWG) lobte die harmonische Zusammenarbeit im Finanzausschuss bei der Vorbereitung des Planes. Alle drei bedankten sich bei Kämmerer Thomas Wenzel für dessen fundierte Arbeit.

In seiner Aufstellung rechnete Wenzel den Ergebnishaushalt mit 16,3 Millionen Euro und den Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen mit 16,1 Millionen Euro ab. Erstmals seit 21 Jahren sei wieder einmal eine Kreditaufnahme eingeplant, erklärte Zenglein. 1,4 Millionen Euro seien vorgesehen. Die gestiegene Einkommensteuerbeteiligung habe die Umlagekraft auf 9,4 Millionen angehoben, die Einkommensteuer sei mit 6,2 Millionen die größte Einnahmequelle. Mit 1,3 Millionen ist die Gewerbesteuer veranschlagt. Gleich geblieben sind die Hebesätze der Grundsteuern. Während die Schlüsselzuweisung 1,5 Millionen an Einnahmen bringt, muss mit 3,8 Millionen als Kreisumlage gerechnet werden. 3,2 Millionen sind als Zuschüsse und soziale Leistungen eingeplant, darunter 2,6 Millionen für den Neubau des Kinderhorts. Die höchsten Investitionen sind Straßenbaumaßnahmen (3,3 Millionen), Neubau Kinderhort (2,6 Millionen), Kanalbaumaßnahmen (2,0 Millionen) und Wasserversorgung (1,0 Millionen). Größere Investitionen mit über 100 000 Euro sind geplant für das Rathaus (neue EDV-Ausstattung, Beginn der Generalsanierung), Neukauf Feuerwehrfahrzeug, Ausstattung der Grund- und Mittelschule, Heizungsanlage der Schule mit Kinderhort, Schlusszahlungen für die Renovierung der Kultur- und Sporthalle, Radweg nach Dörrmorsbach, Restzahlung der Renovierung des Wasserhochbehälters, Hochwasserfreilegung, Regenüberlaufbecken und Straßenbeleuchtung. Trotz der hohen Investitionen sind 146000 Euro als Tilgung von Krediten geplant.

Die Finanzplanung für die nächsten vier Jahre ist geprägt durch die Fortsetzung der Sanierungsarbeiten an den Ortsstraßen, den Ausbau der Ortsverbindungsstraße nach Dörrmorsbach und die Sanierungsarbeiten der Wasserversorgung und des Kanalnetzes.

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Gemeinderat am 22. April

Bis 4. Mai bleibt das Rathaus für den öffentlichen Publikumsverkehr noch geschlossen. Telefonisch sind alle Mitarbeiter zu erreichen, persönliche Termine können vereinbart werden.

Die Mittelschule beginnt mit den Schülern der 9. Klasse, die in drei Gruppen aufgeteilt werden. Wenn nach dem 11. Mai weitere Schüler kommen, sollen die Eltern selbst für den persönlichen Schutz sorgen. Besonders die Schüler, die mit dem Schulbus kommen, haben Masken zu tragen. Die Gemeinde kann im Notfall Masken zur Verfügung stellen.

Der Recyclinghof ist wegen der Baustelle in der Findbergstraße an den Samstagen von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Auf genügend Abstand werde geachtet. Deshalb müssten die Anlieferer oft lange warten. Ab 5. Mai werden die Öffnungszeiten wieder den normalen Sommerterminen angepasst.

Gute Nachrichten von der Feuerwehr: In der aktiven Wehr sind keine Personalausfälle zu verzeichnen. Auch die First-Responder-Gruppe ist voll einsatzfähig.

Über die Fußballer der Grünmorsbacher Spielvereinigung, einige Privatpersonen und Vereine sowie die Nachbarschaftshilfe der Pfarrgemeinde werden Einkaufsdienste angeboten.

Die Sportvereine werden vom Staat unterstützt, indem die Vereinspauschale dieses Jahr verdoppelt wird. Grundlage der Vereinsförderung bildet die Anzahl der Mitglieder, der Kinder und Jugendlichen, sowie der Übungsleiter und TrainerInnen im Verein.

 

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch Beschlüsse bestätigt, die in der sitzungsfreien Zeit durch Umlaufbeschluss gefasst wurden:

So ist die Gemeinde der Initiative „Der Landkreis summt“ beigetreten und möchte viele Bürgerinnen und Bürger dafür begeistern, mitzuhelfen, den Bienen vielfältige Lebensräume bereitzustellen. Eine klare Interessenbekundung für den Beitritt zum Klimaschutznetzwerk wurde abgegeben. Bestätigt wurde die Einrichtung einer Kinderkrippe in der Straße „Zum Stadion“, befristet für die nächsten fünf Jahre. Schon im Herbst können dort Kleinkinder untergebracht werden.

Der Finanzierungsplan zum Bau der Ortsverbindungsstraße wurde bestätigt. Die Gemeinde erwartet vom Staat Zuschüsse in Höhe von 2 Millionen Euro. Die Kosten für den Kanalbau und die Wasserversorgung muss die Gemeinde alleine tragen.

Die Erschließungsbeitragssatzung und die Kostensatzung wurden den aktuellen Mustersatzungen angepasst.

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Adlerkreuzung wird umgebaut

Der Verkehrsknotenpunkt am Ortseingang Würzburger Straße - Sponackerweg – Zum Stadion (Adlerkreuzung) ist ab sofort für die Ein- und Ausfahrt geschlossen. Nachdem die Erneuerung der Kanalisation im Gehwegbereich entlang der der Staatsstraße 2312 noch ohne größere Einschränkungen für den Straßenverkehr verlief, ist jetzt die Kreuzung nur noch für den Durchgangsverkehr offen. Die Bauarbeiten der Gemeinde Haibach zur Erneuerung der Kanalisation und Wasserleitungen werden voraussichtlich bis Mitte Mai dieses Jahres andauern. Anschließend wird die Kreuzung vom staatlichen Bauamt umgebaut. In der Bauzeit kann der Verkehr über die Josef-Roth-Straße ins Industriegebiet / Zum Stadion fließen. Die Adler-Tankstelle hat eine eigene Zufahrt bekommen. Die Ausfahrt ist nur noch über den Parkplatz möglich. Die Zufahrt in das Sponacker-Gebiet muss über die Aschaffenburger Straße und die Johann-Schneider-Straße erfolgen. Geplant ist, die Kreuzung kleiner und kompakter zu bauen. Verbesserungen für Fußgänger durch breitere Gehwege und Radfahrer durch einen Schutzstreifen entlang der Staatsstraße werden kommen. Fußgänger und Radfahrer können dann die Kreuzung auch sicherer queren. Zudem werden die Gehwege, Fahrradschutzstreifen, Fahrbahnränder und Inseln barrierefrei gestaltet, teilweise abgesenkt und mit Spuren für Sehbehinderte ausgestattet. An der Einmündung des Sponackerwegs wird die Straße teilweise zurückgebaut. Fußgänger haben dann kürzere Wege und eine verbesserte Ampelschaltung. Die Ampelanlage an der Adler-Kreuzung wird durch moderne, leistungsfähigere Technik ersetzt. Autofahrer haben dadurch längere Grün-Phasen. Bis die Fahrbahndecke erneuert wird, ist der Durchgangsverkehr kaum behindert. Wenn im Herbst der Einbau des Fahrbahnbelags kommt, ist eine kurze Sperre geplant.

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März 2020

Ergebnis der Gemeinderatswahl

e2

e4

Nachdem Andreas Zenglein bestimmt sein Bürgermeisteramt annimmt, rückt Carola Heeg in der CSU Fraktion auf. e5

 

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Gemeinderat 12.2.2020

Roll- und Radsportverein sucht Gelände für Dirt-Parcours

Grund­sätz­lich be­ur­tei­lten al­le drei Frak­tio­nen die Grün­dung des Roll- und Rads­port­ve­r­eins Hai­bach sehr po­si­tiv. Eine Verpachtung des Dörrmorsbacher Sportplatzes haben sie aber noch nicht vereinbart. CSU-Fraktionssprecher Toni Stahl fragte, ob es denn ausgerechnet diese Fläche sein müsse. Es sei die einzige im ganzen Ortsteil, die wirklich gerade sei. „Wir sollten versuchen, dass sie ihren Sport ausüben können“, war Peter Amrhein dennoch überzeugt und begrüßte die Idee des Bürgermeisters Andreas Zenglein, einen runden Tisch zur Beratung ins Leben zu rufen. An diesen sollen Vertreter der Vereine, der Anwohner und auch des Gemeinderats.

Goymann bezog sich vor allem auf die Absprachen mit dem Verein Olympic '72 Dörrmorsbach. Entgegen anderer Darstellungen hätten diese noch nicht stattgefunden, was die Mitglieder des Roll- und Radsportvereins jedoch bestritten. Insgesamt war die Bereitschaft des neuen Vereins, Rede und Antwort zu stehen da und die Begeisterung für das beginnende Projekt groß. In einer Präsentation wurde es noch einmal vorgestellt. Vereinsvorsitzender Max Ritter stellte die Vorteile der Individual- und Funsportart heraus. Nur an 18 Tagen im Jahr zwischen März und Oktober sei Betrieb auf dem Gelände vorgesehen. Zweiter Vorsitzender Alexander Etzold ergänzte, dass man ein breites Publikum ansprechen wolle, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Für beide soll es jeweils einen speziell zugeschnittenen Kurs geben. Sogar über die Finanzierung hat man sich bereits Gedanken gemacht, die laut Udo Wagner durch Mitgliedschaften, Kurse und Veranstaltungen erfolgen soll. SPD-Fraktionssprecher Dietmar Kempf-Blatt begründete akuten Handlungsbedarf damit, um Übungsplätze zu vermeiden. Etwas gedulden werden sich die Sportbegeisterten aber noch müssen. Zunächst will man nämlich in den Fraktionen abschließend beraten und dann in einem nächsten Schritt das gemeinsame Gespräch suchen.

Was­ser­ver­sor­gung in Dörr­mors­bach

Mar­tin Volk informierte zur La­ge um den Brun­nen Kir­che­n­el­sen­grund. Das Problem sind gleich drei Verdachtsflächen. Besonders heikel ist eine davon, die bis in zehn, 15 Meter Tiefe mit 21 000 Kubikmetern Erde verfüllt ist. Dort bestehe ein hinreichender Verdacht auf eine schädliche Bodenbelastung, sagte Martin Volk. Man vermutet dort Industrieabfälle und hat Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Nickel und Zink festgestellt. Vorsichtige Entwarnung kann bezüglich der beiden weiteren Flächen gegeben werden. Trotzdem denkt der Rat zumindest darüber nach, alle drei Stellen zu begutachten. Toni Stahl: „Das ist eine Umweltkatastrophe!“

Höhenweg:

Wie soll man umgehen mit dem Höhenweg, um die dortigen Anwohner trotz des Hartsteinwerks zu entlasten? Die Abbaugenehmigung besteht noch mindestens bis 2050. Ein geplanter Beschluss, Schrittgeschwindigkeit und eine Gewichtsbeschränkung auf zwölf Tonnen einzuführen, kam nicht zur Entscheidung. Vielmehr will man überprüfen, ob der Vorschlag von Jürgen Goldhammer (FWG), durch eine scharfe Kurve den Verkehr auszubremsen, greifen könnte.

Gemeindeverbindungsstraße:

Über drei Neuerungen hat der Rat entschieden. Demzufolge wird die Querungshilfe mit zwei weiteren Leuchten versehen. Dies soll der Verkehrssicherheit dienen. Fußgänger sind früher erkennbar. Der unweit entfernte Wandererparkplatz Büchel soll nicht als Umfahrt, sondern kostengünstiger zum Ein- und Ausfahren erstellt werden. Außerdem will man den Kanal zwischen Honigäcker und Kaiselsbergstraße nicht neu bauen, sondern günstiger mit vergleichbarem Erfolg sanieren.

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Gemeinderat am 29. Januar

Energiebilanz seit Jahren konstant

Mit der Energiebilanz gemeindlicher Einrichtungen befasste sich der Gemeinderat am Mittwoch. 3,7 Millionen Kilowattstunden an Strom und Heizleistung wurden demnach verbraucht, jährlich 1300 Tonnen CO2 abgegeben. Die größten Verbraucher sind die Volksschule mit 42 Prozent, die Kulturhalle mit 12 Prozent und die Straßenbeleuchtung mit 10 Prozent. Auch die Pumpen der Wasserversorgung in den Pumpstationen machen einen erheblichen Teil des Stromverbrauchs aus. Stromeinsparungen stehen einem Mehrverbrauch von Heizenergie gegenüber. Die begonnene Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel kann eine erhebliche Einsparung bringen. Toni Stahl (CSU) zeigte sich mit den errechneten Werten nicht ganz einverstanden. Es seien allgemeine Durchschnittswerte herangezogen worden, Haibach verwende aber „Öko-Strom“ mit einer weit besseren Bilanz. Anja Goymann (SPD) zeigte sich enttäuscht. Sie habe nach den Anpassungen der letzten Jahre weit bessere Werte erwartet. Der Antrag der SPD auf CO2-Reduzierung um 50 Prozent in den nächsten Jahren sei dennoch von der Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt worden. Der Berater der Hochschule Amberg gab zu bedenken, dass nicht alles technisch Mögliche in Haibach umzusetzen sei. Jürgen Goldhammer (FWG) empfahl, die Straßenbeleuchtung schneller umzurüsten und die Hohe-Kreuz-Sporthalle an das Stromnetz der Schule anzuschließen. Dort werde mit Blockheizkraftwerken eigener Strom erzeugt. Nicht nur wirtschaftlich zu rechnen empfahl Jürgen Großmann (CSU): Mit neuer Technik und innovativen Ideen könne erheblich CO2 eingespart werden, auch wenn dies am Anfang einen finanziellen Mehraufwand bedeute. So könne geprüft werden, ob die zu erneuernde Heizungsanlage des Rathauses nicht auf eine Brennstoffzellenheizung umgerüstet werden sollte.

 

Planung für die Ortskerngestaltung wird ausgeschrieben

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwoch eine Ausschreibung an Ingenieursbüros formuliert und hofft nun, dass die Fachplaner mit guten Ideen einen Weg aufzeigen. Der bayerische Staat fördert großzügig städtebauliche Maßnahmen, doch verlangt er dafür auch Planungsqualität und eine qualitative Baukultur. In seiner Sitzung vom November hatte der Gemeinderat bereits beschlossen, einen Antrag zur Aufnahme in das bayerische Städtebauförderprogramm zu stellen. Das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)“ hat damit begonnen. Jetzt sollen die Fachbüros städtebauliche Missstände und die Verkehrsprobleme aufgreifen, Lösungsvorschläge entwickeln und konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Impulsprojekte erarbeiten. Mit einer aktiven Bürgerbeteiligung sollen Gebietsbewertungen stattfinden, Handlungsfelder definiert und ein Gesamtprojekt entwickelt werden. Für städtebaulich markante Bereiche soll dazu ein Vorentwurf erarbeitet und konkrete Lösungsvarianten aufgezeigt werden. Der Zeitplan ist sehr straff: Noch im März will der „alte“ Gemeinderat ein Planungsbüro aussuchen und den Auftrag vergeben. Der „neue“ Gemeinderat kann dann auf dieser Grundlage weitere Maßnahmen ergreifen. Dieser „Masterplan“ ist dann die Vorgabe, wie sich der Ort in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln soll. Die Anwohner haben dadurch finanzielle Vorteile: Zuschüsse für ein angepasste Baumaßnahmen sind zu erhalten.

 

Bürgerfragstunde

In der Bürgerfragestunde vor der Gemeinderatssitzung beschwerte sich Peter Weiß, dass die Einladungen zu den Gemeinderatssitzungen oft nicht klar genug formuliert seien. Er bat darum, leichter verständlich zu schreiben, um welche Themen es bei den Tagesordnungspunkten gehe. So könne eine bessere Bürgerbeteiligung bei den Gemeinderatssitzungen erreicht werden. Bürgermeister Andreas Zenglein meinte, dass die Bürger sehr wohl wüssten, um was es bei den behandelten Punkten gehe. Im Mitteilungsblatt und in der Tageszeitung könne sich jeder informieren.

Bernd Noack wollte zum Thema Ortskerngestaltung wissen, wie die Bürger beteiligt werden. Zenglein bestätigte, dass im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes eine ausführliche Bürgerbeteiligung vorgesehen sei. Noch seien keine Festlegungen zur Planung getroffen. Wenn die Entwürfe der Planungsbüros vorlägen, werden diese öffentlich vorgestellt.

Bernd Oppenrieder wollte wissen, wie der Auftrag aus der Bürgerversammlung zur Gasversorgung Dörrmorsbachs umgesetzt sei. Ein Anschluss an das Gasnetz der Stadt Aschaffenburg oder eine neue Übergabestelle von der Fernleitung aus werde geprüft, sagte Zenglein zu. Auch sei möglich, Gasleitungen zu verlegen, falls Dörrmorsbach an das Glasfasernetz angeschlossen werde.

Oppenrieder wollte auch wissen, ob der ehemalige zweite Schuttplatz Dörrmorsbachs wegen einer möglichen Grundwassergefährdung untersucht werde. Dazu gebe es zurzeit keinen Anlass, erklärte Zenglein. Das Gebiet „Kirchenelsengrund“ sei fertig untersucht, Ergebnisse werden in der nächsten Gemeinderatsitzung bekannt gegeben.

 

IN KÜRZE

Bürgermeister Andreas Zenglein informierte den Gemeinderat über die aktuellen Maßnahmen in der Gemeinde.

Straßenbau „Adlerkreuzung“: Die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten beginnen Anfang Februar. Der Verkehr an der Kreuzung wird nur wenig eingeschränkt. Bis Mai sollen die Arbeiten fertig sein. Danach wird die Straße erneuert.

Straßenbau „Ortsverbindungsstraße“: Sobald die Witterung es zulässt, beginnt eine zweite Baukolonne ab der Maihohle mit dem Straßenbau in Richtung Haibach. Dazu wird die Ortsverbindung nach Dörrmorsbach komplett gesperrt.

Straßenbau „Aschaffenburger Straße“: Die Planungen für den Neubau sind begonnen, Ausschreibugen für die Arbeiten erfolgen im April.

Erdumschlagplatz Wendelberg: Der Platz soll für die Ablagerungen vom Bau am Sponackerweg genutzt werden. Toni Stahl (CSU) bat darum, eine Schranke gegen unberechtigtes Befahren zu installieren.

Schulsportanlage: Der Antrag auf Förderung der Baumaßnahmen liegt bei der Regierung. Sobald eine Freigabe erfolgt, wird mit den Arbeiten begonnen.

Straßenbeleuchtung: Eine Umrüstung auf LED-Leuchtmittel soll noch in diesem Jahr erfolgen. Zuschussanträge sind gestellt. Die Beleuchtung im Hallenbad wird demnächst umgerüstet.

Bestandserfassung Kanalnetz: Das gesamte Kanalnetz ist untersucht worden. Digitale Pläne werden zurzeit erstellt.

Neubau Kinderhort: Die Bauarbeiten sin die Zeitplan, die Inbetriebnahme ist im September geplant.

Sternenkindergrab: Die Bauarbeiten für das Sternenkindergrab im Waldfriedhof haben begonnen.

Wahlhelfer: Für die Kommunalwahl werden 130 Wahlhelfer gebraucht. Als Aufwandspauschale erhalten sie 50 Euro Erfrischungsgeld.

 

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Haibacher Klimakonferenz

Der Klimawandel macht auch vor Haibach nicht Halt. Bei der ersten Haibacher „Klimakonferenz“ trafen sich einheimische Fachkräfte, die von den Folgen des Klimas direkt betroffen sind. Sie erörterten die Frage, wie sich der Klimawandel auch in unserer Heimat zeigt. Geleitet wurde die Tagesveranstaltung von Mady Olonscheck, einer Projektmanagerin einer Berliner Beratungsgesellschaft. Ziel ist es, aus den gewonnenen Erkenntnissen einen Katalog von Maßnahmen zu erarbeiten, wie man sich in Haibach auf den Klimawandel vorbereiten kann. Nicht besprochen wurde, was man gegen den Klimawandel selbst tun könne. Olonscheck sprach zwar an, dass die Kommunen im Bereich des Klimaschutzes eine wichtige Rolle spielen. Sie könnten etwa durch die Reduzierung des Energieverbrauchs kommunaler Liegenschaften eine Vorreiterrolle wahrnehmen und beispielgebend tätig werden. Doch Klimaschutz gehöre auf eine andere Tagesordnung.

Vorab müsse aber die Situation vor Ort zusammengestellt werden. Für zehn Handlungsfeldern, wie Energieversorgung, Verkehr oder Gesundheit trugen die Teilnehmer deshalb ihre Erfahrungen zusammen. Beim nächsten Treffen werden Maßnahmen gesucht, wie die Heimat vor Klima-Folgeschäden geschützt werden kann. Daraus erstellt die Beratungsgesellschaft eine Klimawirkungsanalyse zu den Klimaveränderungen und -folgen zusammen, beurteilt Maßnahmen und erstellt einen Aktionsplan.

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Findbergstraße: Bauarbeiten gehen weiter!

Die Baumaßnahmen in der Findbergstraße und der Ortsverbindungsstraße nach Dörrmorsbach gehen weiter. Wenn sich in der Winterpause Fahrzeuge trotz Verbotsschildern noch durch die Baustelle schleichen konnten, ist ab sofort kein Durchkommen mehr möglich. Betroffen ist vorerst die Strecke von der Einmündung der Kaiselsbergstraße bis zur Würzburger Straße. Von Haibach aus in Richtung Dörrmorsbach kann man zurzeit noch durch Grünmorsbach über die Kaiselsbergstraße fahren. Die Zufahrt zum Kompostplatz ist während der Öffnungszeiten bedingt passierbar.

 

Neuer Seniorentreff in Dörrmorsbach
Der Kultur-, Sozial- und Sportausschuss des Gemeinderates hat die Idee der Dörrmorsbacher Senioren gutgeheißen. Sie wollen sich monatlich einmal treffen und zu zwanglosen Gesprächen zusammenkommen. Weil aber im Ortsteil keine Gastwirtschaft mehr ist, baten sie darum, das Bürgerhaus nutzen zu dürfen. Horst Hock, der die Sitzung als zweiter Bürgermeister leitete, erklärte, dass eigentlich eine Miete für die Räume fällig wäre. Da aber weder Eintritt genommen noch Speisen und Getränke angeboten sind, solle der Seniorentreff als Veranstaltung der Gemeinde gesehen werden. Dann könne der kleine Saal des Bürgerhauses kostenlos angeboten werden. Ein Ansprechpartner und Verantwortlicher hat sich auch schon gefunden: Helmut Bonn wird den Raum aufschließen und für die Sauberkeit sorgen. Über 160 Senioren über 63 Jahren wohnen im 500-Bürger-Ortsteil, 58 waren schon beim ersten Treff in dieser Woche anwesend. Wenn Gäste von auswärts kommen müssen sie wissen: Es gilt Rucksackverpflegung. Jeder muss sich seine Speisen und Getränke selbst mitbringen.

 

Basketballplatz weiter gefragt

Wieder einmal auf der Tagesordnung war der Antrag von Jugendlichen, die sich einen öffentlich zugänglichen Basketballkorb wünschten. Im letzten Jahr hatte der Ausschuss eine Trainingsstunde in der Kultur- und Sporthalle angeboten. Doch wegen unterschiedlicher Schulzeiten war ein Treffen nicht zustande gekommen. Jetzt schlugen die Jugendlichen vor, auf dem Bolzplatz in der Rudolf-Harbig-Straße einen Korb aufzustellen. Dort sahen die Gemeinderäte jedoch Probleme für das Basketballspiel, weil nur eine Wiese als Untergrund vorhanden ist. Zur Beratung gaben sie deshalb das Anliegen an den Ortsjugendrat weiter. Auch der Jugendpfleger soll eingebunden werden.

Das Aufstellen einer Tischtennisplatte soll in diesem Gremium ebenfalls vorbesprochen werden. In der nächsten Sitzung sind dann die Jugendlichen eingeladen, ihre Vorstellungen zu erklären.

 

Bioladen macht zu

Nach drei Jahren schließt der Haibacher Bioladen diese Woche (Ende Januar). Damit geht für Inhaber Peter Franz und sein Verkäuferteam eine Herzensangelegenheit zu Ende. 2014 ist er in Oberbessenbach mit dem Naturkostladen „Mühlrad“ in das Bio-Ladengeschäft eingestiegen, im Dezember 2016 dann nach Haibach an die Staatstraße umgezogen. Trotz der guten Lage und einem vielfältigeren Angebot konnte der Verkauf den Aufwand nicht tragen. „Ich hatte ein tolles Team um mich, mit dem die Arbeit sehr viel Freude machte“, sagte Franz im Gespräch mit dem MAIN ECHO. Dennoch gab es auch Probleme, bei Krankheitsausfällen kurzfristig Ersatz zu bekommen. Zudem hat sich das Käuferverhalten nicht so entwickelt, wie es für den Fortbestand notwendig gewesen wäre. Jetzt hofft Franz, dass er einen Nachfolger findet, der die Ladeneinrichtung übernimmt und neue Kunden ansprechen kann. Beim Ausverkauf werden in dieser Woche die Waren mit Sonderkonditionen verkauft.

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Dezember 2019

Aus der Gemeinderatssitzung vom 11. Dezember

Die Planung für die künftige Ortskerngestaltung ist kein Selbstzweck. Sie ist Verpflichtung für einen Entwicklungsprozess, dem Taten folgen müssen. Diese Voraussetzung hat Johannes Hemmelmann, Referent für Städtebauförderung an der Regierung von Unterfranken, dem Haibacher Gemeinderat in seiner Sitzug am Mittwoch, 11. Dezember klar gemacht. Der bayerische Staat fördere großzügig städtebauliche Maßnahmen, doch verlange er dafür auch Planungsqualität und eine qualitative Baukultur. In seiner Sitzung vom November hatte der Gemeinderat bereits beschlossen, einen Antrag zur Aufnahme in das bayerische Städtebauförderprogramm zu stellen. Hemmelmann hat sich daraufhin den Ort angeschaut und Potenzial für die Aufnahme in das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)“ gesehen. Jetzt erklärte er, wie die Gemeinde weiterarbeiten muss. Mit Hilfe der Regierung von Unterfranken werden zuerst in einer Voruntersuchung eine Bestandsanalyse und eine Bewertung der abgeleiteten Ziele und Maßnahmen erstellt. Dazu muss ein Fachbüro beauftragt werden. Mit aktiver Bürgerbeteiligung wird danach nach den Vorgaben des Gemeinderates die mögliche Ortskerngestaltung mit einem Verkehrskonzept geplant. Es wird ein Fördergebiet festgelegt und eine Gestaltungssatzung erstellt. Dies ist dann der „Masterplan“, wie sich der Ort in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln soll. Die Anwohner haben dadurch finanzielle Vorteile: Zuschüsse für ein angepasste Baumaßnahmen sind zu erhalten. Die Gemeinde selbst müsse mit einem Impulsobjekt Vorreiter sein, meinte Hemmelmann. Dafür anbieten könne sich das Gelände an der alten Volksschule, da es in Gemeindebesitz ist. Daraufhin müsse der Plan zügig abgearbeitet werden. Hemmelmann: „Der Leitfaden ist eine ernste Angelegenheit. Die gesamte Gemeinde muss dahinterstehen.“ Der Gemeinderat sucht nun als erstes Planungsbüros. Schon in der Januarsitzung sollen Vorgaben für einen Ausschreibungstext erarbeitet werden.

IN KÜRZE

In seinem Sachstandsbericht erläuterte Bürgermeister Andreas Zenglein den Stand der Arbeiten im Ort:

Gemeindeverbindungsstraße: Der zweite Bauabschnitt hat begonnen. Bis Ende April könne die Strecke bis zur Kaiselsbergstraße fertig werden. Eine Durchfahrt nach Dörrmorsbach ist während der Baumaßnahmen weiterhin nicht möglich.

Knotenpunkt Sponackerweg/Staatsstraße: Baubeginn für die Kanal- und Wasserbauarbeiten ist im Februar

Kinderhort: Die Baumaßnahmen sind im Zeitplan. Als nächstes muss eine Miet- und Betriebsträgervereinbarung mit dem Johannesverein getroffen werden.

Aschaffenburger Straße: Nachdem der Ausbau verschoben worden war, beginnen nah der Weihnachtspause die Ausführungsplanung und die Ausschreibungen.

Trinkwasserbrunnen Dörrmorsbach: Die Bodenuntersuchungen sind abgeschlossen, es wurden keine Verschlechterungen der Wasserqualität festgestellt. Belastende Ablagerungen müssen entsorgt werden.

Außensportanlage Schule: Die Förderzusage der Regierung ist noch nicht eingetroffen. Baumaßnahmen können erst nach dem Bescheid begonnen werden.

Erdumschlag Wendelberg: Der Umgriff des Platzes für einen gemeindlichen Erdumschlagplatz muss noch festgelegt werden. Eine private Lagerfläche muss verlegt werden.

Seniorenwohnanlage Wendelberg: Die Bedarfsanalyse liegt noch nicht vor.

Nahwärmenetz Volksschule: Die Planung der Heizungsanlage und der Anschluss des Kinderhortes an das Nahwärmenetz der Volksschule sind in Bearbeitung.

Bestandserfassung Kanal- und Wasserleitungsnetz: Die Aufträge zur Digitalisierung der Pläne für das Rohrleitungsnetz sind erteilt.

Lautsprecheranlage Hohe Kreuz Halle: Angebote für die Erneuerung der Anlage liegen vor, die Kosten werden im neuen Haushalt eingeplant.

Kämmerer Thomas Wenzel legte die Abrechnungen des Haushaltsjahres 2018 vor. Nach der örtlichen Prüfung erteilte der Gemeinderat seine Entlastung.

Der Wasserpreis im nächsten Jahr bleibt bei 2,21 Euro, der Preis für das Abwasser steigt um 34 Cent auf 2,69 Euro.

 

November 2019

aus der Sitzung des Bauausschusses vom 27.11.

Dem Bauausschuss des Gemeinderates sind die Hände gebunden. Nach dem Urteil des Oberlandesgerichtes Bamberg stammen die Risse an einem Haus im Höhenweg in Dörrmorsbach nicht von dem Schwerlastverkehr aus dem Steinbruch. In der Begründung wird aufgeführt, dass bei der erlaubten Geschwindigkeit von 10 Stundenkilometern keine Schäden entstehen. Auch die Sprengungen im Steinbruch seien nicht ursächlich für die Risse. Ein Anwohner hatte den Bauausschuss darum gebeten, durch verkehrslenkende Maßnahmen sein Haus vor weiteren Schäden zu sichern. Entweder solle die Straße so ausgebaut werden, dass die Belastungsgrenze dem Schwerverkehr angepasst oder eine Höchstgrenze für das Gewicht von Fahrzeugen auferlegt werden. Auch die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf Schritttempo könne helfen, so der Anwohner. Bürgermeister Andreas Zenglein erinnerte daran, dass bereits im Jahr 2009 die Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h eingeführt worden sei. Weitere Maßnahmen müssten nicht erfolgen, wenn man dem Gerichtsurteil folge. Dennoch will Zenglein das Thema dem Gemeinderat vorlegen, wenn weitere Gutachten vorlägen.

Ohne Beschluss wurde auch eine Anfrage aus Grünmorsbach vertagt. Der Besitzer eines Boardinghauses sah Probleme bei der Ausfahrt seiner Gäste auf die Staatsstraße und wollte einen Verkehrsspiegel aufstellen. Verkehrszählungen hatten in der Vergangenheit 14000 Fahrzeuge pro Tag ergeben. Weil der Beratungspunkt nicht auf der Tagesordnung war, musste er verschoben werden. Als erstes Ergebnis der Bürgerversammlung werden in den Friedhöfen Kisten mit Split aufgestellt, damit die Besucher selbst Erdsenkungen ausgleichen können. Zur leichteren Abfalltrennung werden die Behälter mit Piktogrammen gekennzeichnet.

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aus der Sitzung des Gemeinderates vom 13.11.19

Die Zukunft des Ortskerns beginnt heute! Mit dieser Zuversicht entschieden sich die Gemeinderäte am Mittwoch einstimmig: Haibach stellt einen Antrag zur Aufnahme in das bayerische Städtebauförderprogramm. Damit beginnt ein Entwicklungsprozess, ein „Masterplan“ entsteht, wie der Ortskern sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln soll. Jürgen Großmann formulierte es so: „Mit dieser Roadmap haben wir eine Grundlage und ein eindeutiges Konzept für alle künftigen Beschlüsse.“ Leitgedanke des Förderungsprogramms ist es, die Gemeinden bei der Bewältigung von demographischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Bereich der Ortsentwicklung fachlich und finanziell zu unterstützen. Mit Hilfe der Regierung von Unterfranken wird die Gemeinde danach das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)“ erarbeiten. Darin werden eine Bestandsanalyse und eine Bewertung der abgeleiteten Ziele und Maßnahmen erstellt. Für einen erfolgreichen Prozess ist die Mitnahme der Bürger und deren aktive Beteiligung ein unverzichtbarer Baustein. Sie werden nicht als Betroffene behandelt, sondern als Beteiligte. Bürgerbeteiligung ist sogar eine der Fördervoraussetzungen. Was alles in den Gesamtplan gehört, erläuterten Jürgen Großmann zusammen mit Beate Konrad in einer Präsentation. Unter anderem gehören eine Mobilitätsplanung, Nachverdichtungstrategien oder ein Verkehrskonzept ihrer Meinung nach dazu. Der Beschluss des Gemeinderates umfasste auch die Vergabe an ein Planungsbüro. Genaue Inhalte des Auftrages werden nun erarbeitet. „Das Ganze geht nicht von heute auf morgen!“, gab Bürgermeister Andreas Zenglein zu bedenken. Allein die erste Planungsphase wird zwei Jahre dauern. Ein Kostenansatz von 115000 Euro ist eingeplant.

Erläuterung:

Um Städte und Gemeinden nachhaltig als Wirtschafts- und Wohnortstandort zu sichern wurde das Programm der Städtebauförderung ins Leben gerufen. Insbesondere die Innenstädte sollen von diesem Förderprogramm profitieren. Dabei geht es u.a. um Stärkung der Ortszentren, Steigerung der Aufenthaltsqualität, Erhaltung des Ortsbildes und Belange des Denkmalschutzes. Darüber hinaus stehen die finanziellen Mittel auch zur Sicherung der Wohnraumversorgung, Wirtschaft und Beschäftigung, Ökologie, Kultur und Kunst, Bildung und Soziales sowie die Gleichstellung in allen Lebensbereichen zur Verfügung.

An der Finanzierung der Städtebauförderung beteiligen sich Bund, Länder und Gemeinden. Grundsätzlich bringen die Länder den gleich hohen Anteil wie der Bund ein. Den Restbetrag müssen die Gemeinden als Eigenanteil einbringen. Die Finanzmittel der Städtebauförderung stehen jeder Gemeinde zur Verfügung.

Seit 1971 leisten die unterschiedlichen Programme der Städtebauförderung einen erheblichen Beitrag zur städtebaulichen Erneuerung der bayerischen Städte, Märkte und Dörfer.

Als ISEK wird ein aktuelles integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) bezeichnet. Es ist Grundvoraussetzung, um Fördermittel in der Städtebauförderung zu erhalten.

Das ISEK wird unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erstellt. Es soll Ziele und Maßnahmen im Fördergebiet aufzeigen und umsetzbare Lösungen für eine erfolgreiche Gebietsentwicklung darstellen. Ein ISEK bezieht sich auf ein konkretes Gebiet (z. B. Stadt, Region). Damit werden Anpassungserfordernisse begründet und deren Ziele und Handlungsschwerpunkte beschrieben. Mit dem ISEK wird ein ganzheitlicher, integrierter Planungsansatz unter Berücksichtigung von sozialen, städtebaulichen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Handlungsfeldern verfolgt. Es setzt zeitliche und inhaltliche Prioritäten unter Beteiligung der Öffentlichkeit.

Erklärung aus der Arbeitshilfe für Kommunen „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepte in der Städtebauförderung.“ Des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit::

„Ein ISEK ist ein gebietsbezogenes Planungs- und Steuerungsinstrument für lokal angepasste Lösungsansätze. Mit diesem Instrument nehmen Städte und Gemeinden eine aktive und steuernde Rolle ein. Der konkrete Gebietsbezug bietet eine gute Grundlage für die problemorientierte Lösungsentwicklung und fördert die Kommunikation und Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren.

Ein ISEK bezieht sich auf ein konkretes Gebiet und stimmt teilräumliche Planungen mit den übergeordneten räumlichen Ebenen ab, begründet Anpassungserfordernisse und beschreibt Ziele und Handlungsschwerpunkte, verfolgt einen ganzheitlichen, integrierten Planungsansatz unter Beachtung sozialer, städtebaulicher, kultureller, ökonomischer und ökologischer Handlungsfelder, entwickelt lösungsorientierte Maßnahmen, setzt zeitliche und inhaltliche Prioritäten, ist interdisziplinäre Gemeinschaftsaufgabe verwaltungsexterner und -interner Akteure, entsteht unter Beteiligung der Öffentlichkeit, ist auf kontinuierliche Fortschreibung angelegt und dient als langfristiger Orientierungsrahmen.“

IN KÜRZE

Als Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahl im nächsten Jahr ist der Geschäftsleiter Michael Müller bestellt worden. Seine Stellvertreterin ist die geschäftsleitende Beamtin, Anja Züchner.

Keine Bedenken hat der Gemeinderat mit der Neuaufstellung des Bessenbacher Flächennutzungsplanes. Da die Planung die Belange Haibachs nicht berührt, wurde er einstimmig gutgeheißen.

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aus der Sitzung des Kultur-, Sozial- und Sportausschusses

vom 6.11.2019

 Der Kulturausschuss des Gemeinderates hat in seiner Sitzung am Mittwoch eine sinnvolle Nutzung der ehemaligen Leichenhalle auf dem Friedhof in Grünmorsbach beschlossen: Es wird ein Raum der Stille und Besinnung eingerichtet. Seit dem Neubau der Aussegnungshalle steht die alte Leichenhalle leer und wird höchstens als Abstellraum genutzt. Für Friedhofsbesucher biete sich dieser Raum an, als kleiner Andachtsraum ausgestattet zu werden hat nun eine Nachbarin vorgeschlagen. Sie sei auch bereit für den Blumenschmuck zu sorgen, schrieb sie in einem Brief an den Gemeinderat. Diese Idee und das Angebot wurden von allen Ausschussmitgliedern wohlwollend aufgenommen. Man konnte sich auch vorstellen, dass hier kleine, private Aussegnungen „in aller Stille“ in einer würdigen Form durchgeführt werden können.

Einen Stellplatz für einen Wohnwagen stellt die Gemeinde in ihrem alten Feuerwehrhaus zur Verfügung. Dieser Wohnwagen kommt von dem Verein #Herzmensch, der bedürftige Menschen im Landkreis Aschaffenburg unterstützt. Der Wohnwagen kann übe den Verein ausgeliehen werden und steht das ganze Jahr über für Familien zur Verfügung, die günstigen Urlaub machen wollen und sich keine Hotelunterkunft leisten können. Der Kulturausschuss kann den Unterstellplatz über den Winter anbieten, wird aber einschränken, dass der Wagen jederzeit bei Eigenbedarf wieder weggebracht werden muss.

Bürgermeister Andreas Zenglein hat einen Hauptpreis bei einer Fachmesse gewonnen: Kostenlos und ohne Verpflichtung bekommt die Gemeinde eine „Klimawirkungsanalyse“ zur Anpassung an die Klimaveränderung, um vor den Risiken des Klimawandels zu schützen und die Lebensqualität der Bürger dauerhaft zu sichern. Da Annahme des Gewinnes noch diese Woche erfolgen musste, beriet der Kulturausschuss und genehmigte die Zusage. Der European Climate Adaptation Award (eca) ist ein Programm für Städte und Gemeinden, die ihre Anpassungskapazität identifizieren und die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen vorantreiben wollen. Gemeinsam mit einem eca-Berater werden die Anpassungspotenziale und Handlungsoptionen einer Kommune ermittelt und ein Plan zur Umsetzung von geeigneten Maßnahmen erstellt. Als Basis für die Aktivitäten- und Projektplanung steht den Kommunen ein umfangreicher Maßnahmenkatalog zur Verfügung. Der Katalog bietet Inspiration für konkrete Einzelmaßnahmen und dient als Planungs- und Prüfungsinstrument. Bei nachweisbarem Erfolg der umgesetzten Maßnahmen, Projekte und Aktivitäten wird die Kommune mit dem European Climate Adaptation Award zertifiziert und ausgezeichnet.

Die Art und Weise, wie die Gemeinde zu diesem kostenlosen Gewinn gekommen ist, gefiel Anja Goymann nicht: Sie war skeptisch, weil bei einem „Preisausschreiben“ solche Untersuchungen vergeben werden. Ohne Hintergrundwissen müsse sich der Ausschuss schnell für eine Sache entscheiden, ohne die Folgen zu kennen. „Sie haben gewonnen!“ – dieser Satz solle jede Privatperson skeptische machen, empfahl sie. Dennoch war sie die einzige, die gegen die Annahme des Gewinnes stimmte.

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Oktober 2019

Aus der Gemeinderrats-/ Bauausschusssitzung vom 16.10.

Probleme in der Merkelstraße

Wiederholt abgelehnt hat der Bauausschuss des Gemeinderates eine Nutzungsänderung in der Merkelstraße.

Vor einigen Jahren schon hat eine Immobilienfirma dort ein altes Haus gekauft, an das eine Kükenbrutanlage angebaut war. Diese Nebenanlage wurde ohne Bauplan als Wohnzimmer ausgebaut, eine Terrasse daraufgesetzt. Bei dem nachgereichten Antrag auf Baugenehmigung stellte sich heraus, dass die Nebenanlage das Grundstück eines Nachbarn ohne dessen Zustimmung überbaut hatte. Zudem wurde ein Fenster zu einem anderen Nachbarn ohne Zustimmung eingebaut.

Am meisten widersprach einer Genehmigung aber, dass kein Anschluss an die Wasser- und Abwasserversorgung auf eigenem Gelände vorhanden und die Zufahrt nicht über öffentlichen Grund gesichert war. Eine Vereinbarung mit einem dritten Nachbarn ließ zwar den Anschluss an das Wassernetz über dessen Grundstück zu, ein notarielles Recht bestand aber nicht.

Als „Gegenleistung“ durfte dieser Nachbar seine Stellplätze über den Hof des Neubesitzers andienen. Diese Übereinkunft wurde nun zurückgenommen. Dem Bauausschuss blieb in seiner Sitzung am Mittwoch demnach nichts anderes übrig, als den neuen Bauantrag abzulehnen, weil die Erschließung nicht gesichert ist. Einen Lösungsweg öffnete die am gleichen Abend stattfindende Gemeinderatssitzung. An der Grundstücksgrenze entlang verläuft seit Jahrzehnten ein privater Pfad zwischen Merkel- und Schollstraße. Diesen Pfad hat die Gemeinde durch Grundstücktausch erworben und jetzt als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet. Somit kann der Bauwerber sein Haus über den Straßenanschluss erreichen und auf seinem Gelände Versorgungsleitungen bauen.

Probleme bereitet nur noch die Andienung der Stellplätze: Wird der Bauantrag demnächst genehmigt, kann der Nachbar seinen Parkplatz nicht mehr anfahren. Jürgen Goldammer (FWG) fragte vor der Abstimmung an, warum der Pfad immer noch in seiner ursprünglichen Breite von weniger als einem Meter weiter bestehe, wo doch der neue Lageplan eine größere Breite vorsehe. Zweiter Bürgermeister Horst Hock, der die Sitzung leitete, versprach eine Klärung.

Verkehrsprobleme sprachen die Mitglieder der FWG-Fraktion an: Jürgen Goldhammer empfahl, die Geschwindigkeitsmessanlage am Ortseingang auf der Büchelbergstraße weiter ins Ortsinnere zu verlegen, da an der jetzigen Stelle an der Rechts-vor-Links-Kreuzung keine realistischen Werte gemessen werden könnten. Positiv bewertete Claus Rückert den Vorstoß der Stadt Aschaffenburg, die Berliner Allee zwischen Bessenbacher Weg und Alois-Alzheimer-Allee als weitere Zufahrt zum Klinikum auszubauen. Diese, schon mit dem Bau des Klinikums genehmigte Verbindung, entlaste den Verkehr durch Haibach erheblich.

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September 2019

aus der Gemeinderatssitzung vom 18.9.

Ansiedlung Lebensmitteldiscounter Nr. 2

Es bleibt beim Beschluss vom Juli: An der Staatsstraße zwischen Haibach und Grünmorsbach wird keine Fläche für einen Lebensmitteldiscounter ausgewiesen. Bürgermeister Andreas Zenglein hat in der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch das Thema erneut auf die Tagesordnung gesetzt, weil mehrere Bürgereingaben seiner Meinung nach eine neue Diskussionsgrundlage geschaffen haben.

Im Juli war eine Anfrage eines Lebensmitteldiscounters mit 9 zu 10 Stimmen zurückgewiesen worden, der neben einem Marktneubau auch das Bauerwartungsland „Goethestraße West“ baureif umlegen wollte. Der Beschluss sei ohne eine Bürgeranhörung erfolgt, in der die Grundbesitzer erst einmal nach deren Bauwillen angefragt worden seien, so die Vorwürfe. Auf der anderen Seite seien viele Bitten gekommen, neue Bauplätze auszuweisen, sagte Zenglein.

Die Beiträge der Gemeinderäte sahen die Notwendigkeit, Bauflächen zu schaffen. Für einen neuen Markt sprach nur Claus Rückert.

Der Vorschlag von Jürgen Goldhammer (FWG): Die Gemeinde solle das gesamte Areal erwerben und in Eigenregie baureif umlegen. Gleichzeitig sollen aber auch die anderen Bauerwartungsgebiete „Auf der Höhe“ und „Ober den Gärten“ mit in die Diskussion genommen werden.

In der Bürgerfragestunde vorab wollte Ingo Adams wissen, ob das weitere Vorgehen im Bauerwartungsland „Goethestraße West“ zwingend mit der Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters zusammenhänge. Zenglein zeigte auf, dass die weitere Diskussion offen und alle möglichen Varianten möglich seien. Der aktuelle Flächennutzungsplan sehe nur eine Ausweitung des Baugebietes vor. Die Gemeinde erstelle zurzeit einen Leerstandskataster, in dem alle leerstehenden Wohnungen und Bauplätze in Haibach erfasst werden. Einer Ausweisung eines neuen Baugebietes stehe von Seiten des Landkreises nichts entgegen.

Gerd Hubert wollte die Kostenbelastung bei einer privaten Baulandumlegung beim Erheben der Grunderwerbssteuer wissen. Zenglein erklärte, dass bei einer freiwilligen Umlegung Grunderwerbssteuer anfalle. Der Planer müsse vorher im Besitz der Flächen sein, plane darauf die Bauplätze und erschließe die Einheiten. Danach könnten die ehemaligen Besitzer den Bauplatz zurückkaufen, habe aber keinen Anspruch auf die gleiche Lage. Wichtig sei, dass alle Grundbesitzer bei diesem Verfahren mitmachen.

 AKTUELLE Maßnahmen

Ortsverbindungsstraße: Die Bauarbeiten haben in der Straße Zu den Honigäckern begonnen. Der Radweg in Bauabschnitt 1 ist fertig.

Aschaffenburger Straße: Der Ausbau ist verschoben. Im Frühjahr 2020 werden die Arbeiten ausgeschrieben.

Straßenbau Adlerkreuzung: Die Ausschreibung wurde wegen überhöhter Preise aufgehoben und wird gegen Ende des Jahres wiederholt.

Neubau Kinderhort: Die letzten Arbeiten werden vergeben, die Bauzeiten sind bis jetzt gut eingehalten.

Verkehrskonzept: Die Ausführung ist wegen künftiger Straßenbauarbeiten und der damit verbundenen Behinderungen verschoben.

Glasfaserausbau: Die Informationsveranstaltung war gut besucht. Bis 16. Dezember müssen jetzt 40 Prozent der Bürger einen Vertrag machen, damit die Bauarbeiten beginnen.

Ortskerngestaltung: Am 15. Oktober ist eine Ortsbegehung mit Vertretern der Regierung von Unterfranken zur weiteren Planung des Innenortskerns.

Wasserhochbehälter: Die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen.

Sportanlage Schule: Die letzten Förderanträge sind gestellt.

Umstellung Straßenbeleuchtung auf LED: Wegen der Höhe der Kosten muss die Umrüstung auf LED-Lampen ausgeschrieben werden.

Heizungsanlagen: Nahwärmenetz Schule ist in Bearbeitung, die Modernisierung am Rathaus ist in Planung. 

Wasserentnahme Dörrmorsbach: Die kostenlose Wasserentnahme in Dörrmorsbach ist in das „Dörrmorsbacher Loch“ verlegt. Monatlich werden dort mehr als 200 Kubikmeter Wasser abgegeben. Damit entlaste man den Trinkwasserverbrauch.

Wohnmobilstellplätze: Die neuen Wohnmobilstellplätze an der Kultur- und Sporthalle werden gut angenommen. Jetzt werde noch eine Stromsäule dazugestellt.

Öffentliche Toilette: Hinter den Garagen im alten Feuerwehrhaus neben dem Rathaus wird eine Toilette zur öffentlichen Nutzung gebaut.

Asylunterkünfte: Die Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber werden demnächst geschlossen, weil sie nicht mehr gebraucht werden.

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Juli 2019

aus der Gemeinderatssitzung vom 24. Juli

Kein neuer Lebensmitteldiscounter

Nach einer sehr lebhaften Diskussion war das Ergebnis äußerst knapp: Mit 9:10 Stimmen lehnte der Gemeinderat am 24. Juli die Ansiedlung eines neuen Lebensmitteldiscounters ab. Das Gelände zwischen Haibach und Grünmorsbach, direkt an der Staatsstraße, hatte sich Norma ausgesucht, um zu expandieren. Die Lage sei bestens geeignet, da hier der rege Durchgangsverkehr bedient und die angrenzenden Wohngebiete versorgt werden können, wurde als Auswahlkriterium genannt. Allerdings müsste dafür der Flächennutzungsplan geändert und ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, erklärte Bürgermeister Andreas Zenglein (CSU). Er stellte die Vorteile für die Haibacher in den Mittelpunkt seiner Erklärungen: Fußläufig könnten die Anwohner der Großmannstraße und dem Grenzgebiet beider Ortsteile dann künftig ihre Einkäufe tätigen. Quer durch die drei Fraktionen des Gemeinderates ging dann die rege Diskussion. Toni Stahl (CSU) stellte Vor- und Nachteile gegenüber. Die Konkurrenz für kleine Haibacher Geschäfte und der enorme Flächenverbrauch der bisher für die Landwirtschaftlich genutzte Fläche ließen ihn zu seiner Ablehnung kommen. Auch Jürgen Goldhammer (FWG) störte die enorme Versiegelung der Fläche im Wassereinzugsgebiet des Naturschutzgebietes Dörngraben. Anja Goymann (SPD) sah dagegen mehr Vorteile: Die bessere Versorgung der Einwohner und die Gewerbesteuer.

Kein neues Baugebiet

Hinter dem Tagesordnungspunkt hatte sich aber noch mehr versteckt: Der Discounter hatte in einem Gespräch mit dem Bürgermeister angeboten, die angrenzende Fläche bis zur Goethestraße in einer privaten Umlegung als Baugelände zu verplanen. Dieses Gelände ist als Bauerwartungsland im Flächennutzungsplan bereits seit den 1970er Jahren vorgesehen. In einer groben Vorplanung sind 30 große Bauplätze eingezeichnet. Zenglein sieht darin eine Möglichkeit der Weiterentwicklung des Dorfes, Wohnraum könne geschaffen werden. Peter Amrhein (CSU) machte seine Zustimmung abhängig von einer Vorgabe, nur modernste Technik einzuplanen, vom Niedrigenergiehaus bis hin zur zukunftsweisenden Energieversorgung. Doch auch hier fanden sich Gegenstimmen: Neuer Flächenverbrauch bei genügend vorhandenen Bauplätzen im Innendorf, Probleme mit dem weiterführenden Kanal, fehlende Infrastruktur. Zudem müssen in dem Gebiet bei einer privaten Umlegung alle Anlieger die Planung mittragen.

Keinen Schatten für den Spielplatz

Der Spielplatz „Zu den drei Kreuzen“ erhält keine Sonnensegel. Bauamtsleiter Martin Volk erklärte in der Gemeinderatssitzung am 24. Juli, dass die bestellten Sonnensegel für den Spielplatz nicht montiert werden können. Massiver Fels im Untergrund verhindere, die nötigen Fundamente zu bauen. Um den Fels abzutragen, könnten Zusatzkosten von über 15000 Euro entstehen. Zudem sei dann der Spielplatz in diesem Jahr wegen der Bauarbeiten nicht mehr zu benutzen. „Es gibt genügend Schattenspielplätze im Ort“, kommentierte Jürgen Goldhammer (FWG) seinen Antrag, den Beschluss aufzuheben und fand Zustimmung von allen.

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aus der Gemeinderatssitzung vom 3. Juli

Adler-Kreuzung wird umgebaut

Die Kostenverteilung für den Umbau der Kreuzung Sponackerweg – Würzburger Straße – Zum Stadion steht fest: Der Gemeinderat akzeptierte die Berechnung des staatlichen Bauamtes und muss mit 46 Prozent der Gesamtkosten rechnen. Dabei geht das Bauamt von etwa 750000 Euro aus. Zusätzlich kommen auf die Gemeinde noch die Kosten für Kanal und Wasserleitung im Kreuzungsbereich zu. Diese Arbeiten beginnen in diesem Jahr, der Kreuzungsumbau dann erst im nächsten Frühjahr. Die Autofahrer müssen sich nach Baubeginn auf eine etwa drei Monate dauernde Durchfahrtsbeschränkung einstellen: Vom Ortseingang bis zur neuen Kreuzungsanlage an der Großmannstraße wird die Fahrbahndecke komplett erneuert. Über 12000 Fahrzeuge passieren täglich diese Strecke und werden dann nur einspurig fahren können oder weiträumig über die Autobahn nach Bessenbach umgeleitet. An der ersten Ampelanlage am Sponackerweg wird bei Baubeginn voll gesperrt. Mehr als 4000 Fahrzeuge kommen aus den Seitenstraßen, weshalb eine Lösung mit einem Kreisel nicht möglich ist. Verbessert wird die Verkehrsführung vor allem für Fußgänger und Radfahrer: Sie erhalten gesicherte Übergänge mit einer Ampelregelung. Die Radfahrer profitieren auch auf dem weiteren Weg in Richtung Grünmorsbach. Für sie werden zwei Angebotsstreifen auf der Fahrbahn markiert, um im fließenden Verkehr sicherer unterwegs zu sein. Die Fahrbahn für Autos wird deshalb auf 5 Meter verengt. Größere Fahrzeuge können die 1,5 Meter breiten Fahrradstreifen mitbenutzen. Abwechselnd links und rechts bleiben die Parkstreifen erhalten. Auf Wunsch des Gemeinderates wird noch geprüft, ob eine Linksabbiegespur vom der Straße Zum Stadion auf die Staatsstraße möglich ist.

Verlagerung der Bessenbacher Motocross-Strecke

Nicht ganz einig war sich das Gremium bei der Zustimmung zur Bauleitplanung der Gemeinde Bessenbach im Bereich „Sportfeld“. Ganz knapp mit 10 zu 8 Stimmen wurde die Zustimmung erteilt. Sprecher aus allen drei Fraktionen brachten Bedenken vor. Jürgen Goldhammer (FWG) kritisierte die Verlegung der Moto-Cross-Strecke in Richtung Haibach und sah das Wasserschutzgebiet in Gefahr. Anja Goymann (SPD) gab zu bedenken, dass die wechselnde Lärmbelastung sehr störend empfunden werde und auch Peter Amrhein (CSU) wendete sich gegen den Lärm, besonders während der vorgesehenen Trainingszeiten. Eine Veranstaltung im Jahr sei zu akzeptieren, war man sich einig. Die geplanten 26 Trainingstage konzentrierten sich auf die Sommermonate und brächten dann erhebliche Belastungen. Bürgermeister Andreas Zenglein erklärte, dass der Wasserzulauf zum Haibacher Brunnen geprüft sei und es keine Probleme gebe. Zudem sei der Lärmschutz für Haibacher Bürger verbessert worden und der Plan berühre Dörrmorsbacher Gemarkung nicht mehr. Die Motocrossstrecke werde innerhalb der nächsten fünf Jahre von Dörrmorsbach weg in Richtung Grünmorsbach verlegt und liege dann komplett auf Bessenbacher Gebiet.

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Juni 2019

„Unseren Finanzen geht es gut!“

Davon konnte sich der Finanzausschuss des Gemeinderates in seiner Sitzung am 26. Juni überzeugen. Kämmerer Thomas Wenzel gab einen ausführlichen Überblick über den Rechnungsabschluss des letzten Jahres und einen aktuellen Stand des laufenden Haushaltes. Wenzel: „Die kommunalen Aufgaben konnten alle ordnungsgemäß durchgeführt werden!“ Für die Zukunft gab er aber zu bedenken, dass die derzeitig recht ordentliche Ausstattung mit liquiden Mitteln durch die geplanten großen Investitionen (Neubau Kinderhort, Generalsanierung der Ortsverbindungsstraße nach Dörrmorsbach, Neukonzeption der gemeindlichen Sportanlagen) auf ein Minimum zurückgeführt werden müssen. Waren in letzter Zeit keine Kredite nötig, müssten zur Finanzierung der angestrebten Projekte in den kommenden Jahren wohl vermehrt Kreditaufnahmen notwendig werden. Der Schuldenstand zum 31.12.2018 betrug 967.063,37 Euro. Dies entspricht einer Prokopfverschuldung von 113,96 Euro. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden betrug 731 Euro. Die Eigenkapitalquote, das Verhältnis von Eigenkapital und Vermögen, betrug 64 Prozent und gebe die Bonität der Gemeinde wieder. Durch große Investitionen seien die jährlichen Abschreibungen fast ausgeglichen worden. Die Bilanzsumme zum 31.12.2018 betrugt 67.309.604 Euro und ist somit 837.007,68 Euro höher als die Summe der Schlussbilanz zum 31.12.2017. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 263.410,01 Euro und das Umlaufvermögen um 570.128,28 Euro.

Im ersten Halbjahr 2019 entwickelt sich der Haushalt wie geplant. Ob allerdings die erwarteten 1,3 Millionen Euro an Gewerbesteuer wirklich eintreffen könne man erst am Ende sehen, gab Wenzel zu bedenken. Ein Großteil der vorgesehenen Maßnahmen sei schon begonnen oder sogar schon durchgeführt worden. Die größten Ausgaben waren:

  • Neubau des Kinderhortes: 381000 Euro (das Richtfest ist für den 7. August geplant)
  • Sanierung Wasserhochbehälter im „Buch“: 161000 Euro
  • Restzahlungen für die Kultur- und Sporthalle: 55800 Euro (bisher sind in die Sanierung 7,7 Millionen Euro geflossen)
  • die Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrhaus mit 11000 Euro.

Noch offen sind Zahlungen für die Lüftungsanlage im Feuerwehrhaus, zwei neue Feuerwehrfahrzeuge, die Heizungsanlage in der Schule, die EDV Ausstattung in der Schule im Rahmen des „Digitalen Klassenzimmers“, die Generalsanierung der Außensportanlage, der Austausch von Geräten auf den Spielplätzen und Sonnenschutz am Drei-Kreuze-Spielplatz, der Erhalt der Wasserschutzgebiete, der Umbau der Kreuzung Großmannstraße, der Kanal- und Wasserleitungsbau an der Kreuzung „Sponackerweg“, der Bau des Radweges und der Straßenbau nach Dörrmorsbach und der Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen.

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Ortskern: Uneinigkeit über weiteres Vorgehen 

Auch wenn sich die SPD-Fraktion des Gemeinderates sehr engagiert für den Beginn der Ortskerngestaltung einsetzte: CSU und FWG lehnten geschlossen den Antrag ab, einen Moderator zu beauftragen, erste Bürgerstimmen zu bündeln. Seit vielen Jahren sei die Ortskerngestaltung im Gespräch, geschehen sei aber nichts, begründete SPD-Fraktionssprecher Dietmar Kempf-Blatt den aktuellen Vorstoß. Jetzt habe der Gemeinderat die Aufgabe und „einmalige Chance“, das „Jahrhundertvorhaben“ zu beginnen, meinte er. Der Prozess müsse mit intensiver Bürgerbeteiligung durchgeführt, ein Raumkonzept in einem Wettbewerb erstellt werden. Beginnen will die SPD mit dem Gebiet rund um die alte Volksschule, weil das Gelände in Gemeindeeigentum ist und der Gemeinderat hier frei planen könne. Diesen Start kritisierte CSU-Mann Toni Stahl. Mit der Einengung auf das Gebiet hinter dem Rathaus verbaue sich der Gemeinderat die Möglichkeit, ein schlüssiges Gesamtkonzept zu entwerfen. Es sei bereits ein Besichtigungstermin mit der zuständigen Stelle der Regierung von Unterfranken vereinbart, bei dem alle Möglichkeiten der staatlichen Unterstützung ausgelotet werden sollen. Dabei soll dann auch der Umgriff des „Ortskernes“ besprochen werden. Jürgen Goldhammer (FWG) wollte dem Antrag auch nicht zustimmen, solange das genaue Gebiet nicht festgelegt sei. Erst danach könne ein neutraler Moderator eine Bürgerbeteiligung organisieren. Für den Bereich der überwiegend privaten Gebiete müsse danach in der Umsetzungsphase bei Hausverkäufen das gemeindliche Vorkaufsrecht genutzt werden, um den Plan schneller umsetzen zu können. Mit staatlichen Zuschüssen könnten die Bürger bei eigenen Baumaßnahmen entsprechend der Quartiersplanung Vorteile erhalten. Auch Beate Konrad, Horst Hock und Peter Amrhein (CSU) machten sich dafür stark, erst das Gebiet festzulegen und dann in die Planungen einzusteigen. Dabei sprachen sich alle für eine Bürgerbeteiligung aus und waren mit der SPD einig. Diese wollte aber nicht länger mit ihrem Antrag warten und wurde deshalb erst einmal zurückgewiesen.

Sachstandsbericht 5. Juni

Knotenpunkt Staatsstraße/ Findbergstraße: Freigabe für den Verkehr Anfang Juli

Erdumschlagplatz: Nur für gemeindlichen Erdaushub am Wendelberg wird der Platz auf 1200 Quadratmeter festgelegt, die Restfläche wird renaturiert.

Kreuzung Sponackerweg/ Staatsstraße: Baumaßnahmen sind in der Ausschreibungsphase, mit Baubeginn ist im Sommer zu rechnen. Dabei werden dann die Einfahrten in die Staatstraße komplett gesperrt.

Neubau Kinderhort: Der Bau ist im Rahmen der zeitlichen und finanziellen Planung.

Außensportanlage an der Volksschule: Sie kann nicht mehr vor den Bundesjugendspielen erneuert werden, Ausweichplätze sind organisiert.

Jugendsozialarbeit in der Grundschule

Ohne Diskussion und einstimmig stellte sich der gesamte Gemeinderat hinter einen Antrag der Grundschule, eine halbe Arbeitsstelle für eine Jugendsozialarbeit mitzufinanzieren. Die Aufgabe erklärte Schulleiterin Birgit Urmetzer-Drutzel in ihrem Antrag: Sozial benachteiligte Kinder werden bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und gefördert. Dadurch sollen deren Chancen auf Teilhabe und eine gemeinschaftsfähige, eigenverantwortliche Lebensgestaltung verbessert werden. Ab Januar 2020 können sich Regierung, Landratsamt und Gemeinde die Kosten für eine solche Stelle teilen und eine halbe Arbeitsstelle für die Grundschule Haibach zugewiesen werden. Auf die Gemeinde kommen Kosten von 8000 Euro zu.

Mai 2019

Bebauungsplan Sommerackerweg in der Sitzung am 8. Mai beschlossen

Der Bebauungsplan „Sommerackerweg“ ist vom Gemeinderat als Satzung beschlossen. Nachdem bei der letzten öffentlichen Auslegung keine Bedenken mehr vorgebracht wurden, konnte der überarbeitete Plan nun festgeschrieben werden. Letzte Probleme der Anwohner waren in der Sitzung im April ausgeräumt worden. Die letzte große Hürde war die Bebaubarkeit der Flächen. Die meisten Stimmen hatten sich gegen eine massive Bebauung erhoben. Daraufhin ging der Gemeinderat einstimmig auf die gesetzliche Vorgabe zurück, nach der bei einer Grundflächenzahl von 0,4 höchstens noch 20 Prozent an Nebengebäuden dazukommen können. Bei der Gesamtfläche des ehemaligen Turnverein-Geländes von rund 2100 Quadratmeter dürfen demnach nun 850 Quadratmeter mit Häusern bebaut werden. Wie der Investor und Käufer des Geländes seine Wohnungen einplant bleibt ihm innerhalb der Bebauungsgrenzen freigestellt. Bisher ging man von neun Wohneinheiten aus, ein genauer Plan liegt aber noch nicht vor. Von der Nebenstraße des Sommerackerwegs darf nur eine Wohneinheit angefahren werden. Damit keine Durchfahrt zur Haupterschließungsstraße möglich ist, wurde dies als Textergänzung in den Bebauungsplan aufgenommen.

Seniorenwohnanlage Wendelberg

Nicht einverstanden mit dem weiteren Vorgehen zur Errichtung einer Senioren-Wohnanlage zeigten sich einige Gemeinderäte aus allen drei Fraktionen. Der private Investor hatte der Gemeinde einen Ablaufplan vorgelegt, wie das Gelände am Wendelberg für sein Vorhaben von der Gemeinde zu verplanen sei. Er wollte alle Gutachten selbst erstellen lassen und für das Verfahren auch alle Kosten übernehmen. Toni Stahl, Jürgen Großmann, Beate Konrad (CSU), Anja Goymann (SPD) und Jürgen Goldhammer (FWG) wandten sich gegen diesen Vorschlag. Die Gemeinde solle unabhängig bleiben, die Planung selbst in die Hand nehmen und die Kosten auch selbst tragen, forderten sie. Die CSU und SPD Gemeinderäte legten deshalb einen Ablaufplan mit acht Schritten vor: Nach einer Bürgeranhörung solle ein unabhängiges Gutachten erstellt und eine Standortsuche in Auftrag gegeben werden. Erst dann solle das weitere Verfahren zur Konkretisierung beginnen. 9 zu 7 Stimmen waren für diesen Vorschlag. Goldhammers Antrag wollte zuerst nur eine unabhängige Bedarfsanalyse. Dies wurde einstimmig gutgeheißen.

Schnelles Internet

Der Weg zum Glasfaser-Breitbandausbau ist frei: Einstimmig schloss sich der Gemeinderat dem Kooperationsvertrag an, der von der Kommunalen Allianz Westspessart ausgearbeitet wurde. Die Arbeitsgemeinschaft der fünf eigenständigen Gemeinden Bessenbach, Haibach, Laufach, Sailauf und Waldaschaff will damit für ihre insgesamt circa 27000 Menschen schnelles Internet ermöglichen. Die Firma, die in den einzelnen Orten die Glasfaserleitungen verlegen möchte, beginnt mit der Arbeit, wenn mindestens 40 Prozent der Haushalte sich an einem Anschluss beteiligen.

Sonnenschutz an den Drei Kreuzen und im Dorffriedhof

Sonnenschutz für den Kinderspielplatz an den „Drei Kreuzen“ hat der Gemeinderat: einstimmig genehmigt. Mit der Aufstellung von Sonnensegeln über den Spielgeräten sollen die Kinder geschützt werden. Auch die Matschanlage wird auf Vorschlag von Ilse Spielmann (SPD) überspannt. Für die Segel und die Montage sind Kosten von 15000 Euro zu erwarten. Nicht einig wurden sich die Räte mit dem Sonnenschutz auf dem Dorffriedhof. Die Verwaltung hatte eine aufrollbare Markise über dem gesamten Platz vor der Aussegnungshalle vorgeschlagen und dafür rund 18000 Euro an Kosten berechnet. Möglich wären auch große Marktschirme, die bei Bedarf aufgestellt werden könnten. Kostenlos zur Verfügung gestellte Regenschirme als Schattenspender schlug Jürgen Großmann (CSU) vor. Wenn die Beerdigungen in den Sommermonaten auf den Vormittag gelegt würden, wären gar keine Baumaßnahmen nötig, meinte Claus Rückert (FWG). Die Gemeinderäte konnten sich mit keinem der Vorschläge anfreunden und verschoben die Beschlussfassung.

April 2019

Schulsportanlage wird erneuert

Die Schulsportanlage wird großzügiger renoviert als vorgesehen. Bisher sollten nur die Laufbahn und die Weitsprunganlage erneuert werden. Auf Anregung der Regierung könne aber mehr bezuschusst werden. Jetzt hat der Gemeinderat auch den Allwetterplatz, die Kugelstoßanlage und die gärtnerische Gestaltung in die Umbaupläne übernommen. Die Gesamtkosten sind damit auf 272000 Euro gestiegen. Da man mit 50 Prozent Zuschuss durch die Regierung rechnet, kommen rund 136000 Euro auf die Gemeinde zu.

Straßenlampen werden auf LED umgestellt

Innerhalb der nächsten vier Jahre sollen alle Straßenlampen auf LED-Licht umgestellt werden. Diesen Wunsch hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch gefasst. Patrick Sauer und Richard Lutz von der Aschaffenburger Versorgungs-GmbH erklärten den Räten die Vorteile: LED-Leuchtmittel verbrauchen 40 Prozent weniger Energie und erzeugen demnach 73 Tonnen CO2 weniger als die herkömmlichen Lampen. Dazu könne man das Licht besser regulieren, zur Lichtgestaltung einsetzen und sogar dimmen. Bei einer Lebensdauer von etwa 24 Jahren seien die neuen Leuchten erheblich wirtschaftlicher. Allerdings käme zu den geplanten 570000 Euro an Kosten für die 793 Lichtpunkte noch dazu, dass viele der Masten nicht mehr standsicher seien und ausgetauscht werden müssen. Auch sei zu überprüfen, ob die Leuchtkegel der LED-Köpfe die Straßen genügend ausleuchteten. Im Notfall müssten zusätzliche Leuchtpunkte ergänzt werden. Ob man allerdings in allen Straßen auf die DIN-Norm für Straßenbeleuchtung komme, bliebe fraglich. „Wir wollen die erste Gemeinde im Landkreis sein, die ihre Straßenbeleuchtung komplett umgerüstet hat!“, warb Bürgermeister Andreas Zenglein für eine Zustimmung, die auch einstimmig erteilt wurde.

März 2019

8 Millionen für Investitionen

Der Gemeinderat hat am 13. März einstimmig den Haushalt für 2019 verabschiedet. Hier die geplanten Investitionen:

Schule/Hort

  • Kinderhort neben der Volksschule: insgesamt 4,9 Millionen Euro (Bau bis Sommer 2020)
  • Heizung in der Schule: 300.000 Euro
  • Neugestaltung der Außensportanlage: 160.000 Euro (im Frühjahr)
  • Ausstattungsgegenstände Schule: 86.000 Euro
  • digitales Klassenzimmer: 40.000 Euro
  • Sanierung des Hallendaches am Schwimmbad: 6.000 Euro

Straßenbau

  • Ortsverbindungsstraße nach Dörrmorsbach: 1,9 Millionen Euro (Vergabe im Juli)
  • Ortseinfahrt nach Dörrmorsbach: 100.000 Euro
  • Radweg 650.000 Euro: (1. Bauabschnitt im Mai)
  • Kreuzung Staatstraße – Großmannstraße – Findbergstraße: 1 Million (bis Ende April)
  • Kanal-, Wasser- und Straßenbau Großmannstraße: 680.000 Euro
  • Kanal-, und Wasserleitungsarbeiten an der Adler-Kreuzung: 450.00 Euro (im Sommer, Straßenbau im Herbst)
  • Ausbesserung Straßen: 100.000 Euro
  • Planung Aschaffenburger Straße: 40.000 Euro
  • Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED Licht: 60.000 Euro (Beginn in Dörrmorsbach)

weitere Investitionen:

  • Kultur- und Sporthalle: 765.000 Euro
  • Feuerwehr: 120.000 Euro
  • Klimatisierung im Feuerwehrhaus und Photovoltaikanlage: 62.000 Euro
  • Wasserhochbehälter Buch: 600.000 Euro (Bauende August)
  • Hochwasserfreilegung und Kanalsammler Haibacher Schweiz: 190.000 Euro
  • Regenüberlaufbecken und digitale Erfassung der Kanalnetze: 120.000 Euro
  • Wasserschutzgebiete Bessenbach und Dörrmorsbach: 65.000 Euro
  • Wasserleitung Rathausstraße: 30.00 Euro
  • Bauhof: 55.000 Euro
  • Straßenbeleuchtung, Umstellung auf LED: 60.000 Euro
  • Stützwand Friedhof Grünmorsbach: 80.000 Euro
  • Wildpark: 30.000 Euro
  • Jugend- und Vereinshaus 100.000 Euro (im Zug der Ortskerngestaltung)

Kommentar:

… was mir so während der letzten Gemeinderatssitzung durch den Kopf ging ...

Von Ingo Adams

Einmal Herr über 15 Millionen €uro sein …

Zugegeben, es ist nicht Ihr Geld. Nicht mehr. Gleichwohl haben wir als Bürger Haibachs mit unseren Steuern, Gebühren, Einkommens-steueranteilen, Beiträgen etc. dafür gesorgt, dass dieser Betrag überhaupt zur Verfügung steht.

Und hier im Gemeinderat wird entschieden, wofür diese Mittel ausgegeben werden: Für einen neuen Kinderhort, für die Erneuerung der Ortsverbindungsstraße, für Einsatzfahrzeuge unserer Freiwilligen Feuerwehr, Grundschule, Mittelschule, Vereine, Tierpark …

Jedes Jahr wird im Gemeinderat die Haushaltssatzung verabschiedet, in der festgelegt wird, welche Projekte begonnen, fortgeführt und beendet werden. Hier wird über Größe und Ausgestaltung entschieden. Die Ergebnisse dieser Entscheidungen haben wir tatsächlich jeden Tag vor Augen, mit ihnen leben wir in unserer Gemeinschaft.

 

Liebe Haibacher Mitbürger, in genau einem Jahr finden die nächsten Kommunalwahlen statt. Dann wählen wir eine(n) neue(n) Bürgermeister(in), einen neuen Gemeinderat, einen neuen Kreistag und Bezirkstag.

Bitte überlegen Sie, ob Sie mit Ihrem Sachverstand, Ihrer Erfahrung und Ihrem Wissen nicht auch mit-entscheiden wollen.

Stellen Sie sich zur Wahl!

Am besten natürlich auf unserer Liste der FWG Haibach-Grünmorsbach-Dörrmorsbach. Nur hier können Sie ohne jeglichen Parteien-Druck frei entscheiden!

Eine Kontaktaufnahme (zum Beispiel über unsere Internetseite) kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

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„Bürgermeister Andreas Zenglein wird bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr erneut um den Chefsessel im Rathaus kandidieren.“

So steht es im Main Echo vom 12. März zu lesen.

In der Jahresversammlung der Haibacher CSU sagte Zenglein demnach, er fühle sich fit genug, habe noch Einiges vor und möchte Projekte zu Ende bringen. Mit seiner Erfahrung und seinem Netzwerk wolle er sich eine weitere Amtsperiode lang, also bis 2026, für Haibach einsetzen. Die Aufstellungsversammlung der CSU zur Bürgermeisterwahl soll im April stattfinden.

Im Gespräch mit dem Main Echo skizzierte Zenglein Aufgaben, die in Haibach anstehen: Bau Kinderhort, Ausbau Ortsverbindungsstraße nach Dörrmorsbach mit Radweg, Umbau Kreuzung am Modemarkt Adler, eventuell Seniorenwohnanlage, Modernisierung Sportgelände an der Kultur- und Sporthalle, Straßenbau.

Bei den Wahlen im März 2020 wird Zenglein 64 Jahre alt sein. Sollte er im Amt bleiben, ist er zum Schluss der Amtsperiode 70 Jahre alt. Rathaus-Chef in Haibach ist Zenglein seit 2006. Bei der Wahl 2012 war der CSU-Mann alleiniger Kandidat und holte 97,9 Prozent.

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Bauarbeiten Großmannstraße – Würzburger Straße - Findbergstraße

bau grossmannstrasse

Bis Ende Mai müssen sich Autofahrer auf eine einspurige Verkehrsführung auf der Würzburger Straße einstellen: An der Einmündung Großmannstraße/Findbergstraße in die Würzburger Straße haben wieder Bauarbeiten begonnen, eine Ampelanlage regelt die Durchfahrt durch die Baustelle.

Das geschieht:

  • Die Einfahrt von der Großmannstraße her wird in einem rechten Winkel gebaut, das übrige Teilstück gibt eine Anliegerstraße als Sackgasse.
  • Neben der Einmündung entsteht eine neue Bushaltestelle, die Platz für zwei Busse neben der Fahrbahn bietet.
  • Verbreitert ist schon die Staatsstraße von Grünmorsbach aus: Hier wird eine Aufstellfläche für Linksabbieger eingerichtet. Für eine richtige Linksabbiegespur war zu wenig Platz vorhanden.
  • Die Einfahrt von Dörrmorsbach aus wird nach Fertigstellung mit einer Bedarfsampel geregelt, wobei die Staatsstraße den Vorrang bekommt.
  • Wegen der Baumaßnahmen ist das Abbiegen von Lastwagen in die Findbergstraße zurzeit nur eingeschränkt möglich.

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Februar 2019

Bauarbeiten für den Kinderhort haben begonnen

Hort Perspektive aussen

Mit dem ersten Spatenstich haben die Bauarbeiten am neuen Kinderhort neben der Volksschule begonnen. Seit zwei Jahren planen die Architekten zusammen mit dem Arbeitskreis der Gemeinde den Neubau. Schon vor sechs Jahren hat die Gemeinde damit begonnen, durch eine Containerlösung am Marienkindergarten einen Hort anzubieten. 2015 entschied sich der Gemeinderat, einen Neubau zu errichten und im Januar dieses Jahres wurden die ersten Arbeiten vergeben.

Die Kosten sind in der Zwischenzeit erheblich gestiegen. Momentan rechnet das Bauamt mit 4,5 Millionen Euro, die lediglich mit 1,1 Millionen vom Staat bezuschusst werden. 

Im Neubau werden zukünftig bis zu 100 Grundschulkinder nach der Schule betreut. Zusätzlich werden bis zu 80 Mittelschüler mit einem Mittagessen in der Mensa versorgt. Der Johannesverein Haibach wird der Träger der neuen Einrichtung. Die Kinder erhalten künftig nach Anmeldung in der Mensa ein warmes Mittagessen oder können lhr mitgebrachtes Mittagessen dort einnehmen. Das warme Mittagessen wird von einem Caterer angeliefert und in der Küche bei Bedarf gewärmt und verteilt.

Im Erdgeschoss ist die zentrale Eingangshalle als Empfangs-, Informations- und Wartebereich für Hortkinder und Eltern, aber auch Empfangsbereich für die Mittelschüler. Aus der Halle zugänglich ist die Mensa mit Küche, sowie der Mehrzweckraum und der Bereich mit Verwaltungs- und Personalräumen.

lm Obergeschoss sind die Räume für die Kinderbetreuung. Das offene Betreuungskonzept wird mit nutzungsflexiblen Funktionsräumen umgesetzt: Kochen und Spielen, Werken und Kreatives Arbeiten, Bauen, Verkleiden und Musizieren und Lernen, Lesen und ruhiges Spiel. Darüber hinaus ist ein abgeschlossener Nebenraum für Projektarbeit und ein Therapieraum geplant. Flure und Erschließungsflächen sind als Spielflure geplant, um den Kindern weiteren Platz zum Spielen und zum Zurückziehen zu bieten.

Für sportliche Aktivitäten auch bei schlechtem Wetter gibt es im Erdgeschoss den Mehrzweckraum. Das Außenspielgelände teilt sich in einen aktiven Bereich im Innenhof und einem zurückgezogenen Bereich im 0bergeschoss. lm aktiven Bereich ist eine Freispielfläche und einen Geräte- und Sandspielbereich geplant. Der Bereich im 0bergeschoss ist als grünes Klassenzimmer geplant. Besonders im Sommer erweitert dieser Bereich die Funktionsräume. Nach einem Jahr Bauzeit ist der Bezug für den Beginn des Schuljahres 2020 / 2021 geplant.

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