Der Kultur-, Sozial- und Sportausschuss des Gemeinderates befasste sich mit mehreren Anträgen der Kirchenstiftung Grünmorsbach.
Die alte Kirche in Grünmorsbach weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. In das Gebäude dringt Wasser ein, der Dachstuhl ist gefährdet. Allein für die Sanierung des Kirchturms werden Kosten von 130.000 Euro veranschlagt. Die Zuschussrichtlinien der Gemeinde sehen für Baumaßnahmen von Vereinen eine Förderung von 10 % der Kosten vor. Die Kirchengemeinden erhielten bislang Zuschüsse in Höhe von 20 %. Carola Heeg (CSU) bewertete eine Förderung in dieser Höhe als zu hoch und sprach sich für 10 % aus und die Gleichbehandlung mit den Vereinen hervorhob. Auch Johannes Mantel (SPD/MfH) plädierte für eine Gleichbehandlung aller Gruppen. Zudem wies er darauf hin, dass die erforderlichen Arbeiten bereits früher hätten durchgeführt werden können und damals voraussichtlich kostengünstiger gewesen wären.
FWG-Gemeinderat Christian Fuchs betonte die kunsthistorische Bedeutung der Kirche und die Verantwortung der politischen Gemeinde für den Erhalt des Denkmals. Er verwies außerdem auf notwendige Arbeiten im Kirchenschiff, für die die Diözese keine Förderung mehr gewährt.
Da eine Förderung von 20 % die Entscheidungskompetenz des Ausschusses überschreitet, konnte dieser keinen abschließenden Beschluss fassen. Stattdessen empfahl er dem Gemeinderat, einen Zuschuss in Höhe von 20 %, höchstens jedoch 25.000€, in den kommenden Haushalt einzustellen.
Hintergrund:
Nach der Kategorisierung der Kirchengebäude durch die Diözese werden ausschließlich Arbeiten am Turm gefördert, da dessen Glocken auch von der neuen, glockenlosen Kirche genutzt werden. Eine Förderung durch den Denkmalschutz setzt hingegen die Sanierung des gesamten Bauwerks voraus.
Im Johanneskindergarten in Grünmorsbach wurde die Brandmeldeanlage für 12.000 Euro erneuert. Der Ausschuss bewilligte hierfür einen Zuschuss von 2.000 €, da dieser Betrag auch bereits im Haushalt abgebildet ist. Grundlage dafür ist unter anderem der Kooperationsvertrag mit der Kirchenstiftung als Trägerin: Ein zum Jahresende entstehendes Betriebsdefizit wird von der Gemeinde ausgeglichen, sodass sie sich in jedem Fall an den Kosten beteiligen müsste.
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Die Standortfrage für das „Multifunktionsspielfeld“ ist weiterhin ungeklärt. Bislang konnte kein geeignetes Gelände gefunden werden. Bürgermeister Hermann Mantel verwies zudem auf wiederholte Sachbeschädigungen durch Jugendliche im Ort und äußerte die Sorge, dass die Anlage zu einem weiteren problematischen Treffpunkt werden könnte.


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