Kanäle machen Sorge
Das Ingenieurbüro SIK informierte den Gemeinderat über die Ergebnisse der Kanalbefahrungen im Jahr 2024, die im Bereich Bessenbacher Weg/Sponackerweg/Ringwall- und Büchelbergstraße durchgeführt wurden. Die gemäß Eigenüberwachungsverordnung (EÜV) vorgeschriebene 10-jährige Kontrolle der Kanäle wurde in drei Teilabschnitten (2022/-23/-24) in Haibach (ohne die Ortsteile) durchgeführt ist nun abgeschlossen. Insgesamt wurden ca. 28.000 m (in 2024 ca. 8.500 m) Kanal sowie hunderte Einstiegs-, Kontroll- und Einlaufschächte inspiziert, mit der Kamera befahren und in Zustandsklassen (0-5) eingeteilt. In diesem Zusammenhang wurde auch die genaue Lage der Kanäle eingemessen und digitalisiert, so dass jetzt eine digitale Übersichtskarte, aus der die Zustandsklassen und der hydraulische Zustand/Bedarf für die Kanalisation von Haibach vorliegt.
Für die Sanierung der kompletten Kanalisation (ohne hydraulische Anpassung) werden von SIK die Kosten auf ca. 2,5 Mio Euro geschätzt. Die dringend erforderliche Sanierung der ca. 7.500 m Kanäle mit der Zustandsklasse 0-1 (akuter Handlungsbedarf) ist mit ca. 1,8 Mio Euro beziffert.
Diese Sanierung ist zum größten Teil mit „Inliner-Verfahren“ durchführbar und könnte innerhalb 1-2 Jahren durchgeführt werden. Die sanierten Kanäle können anschließen über 40 Jahre (Haltwertzeit „Inliner“) genutzt werden.
Beim Inliner-Verfahren, das in Haibach schön öfters angewendet wurde, erfolgt die Sanierung in der Regel ohne Graben. Es wird ein „Schlauch“, der mit Kunstharz getränkt ist, in das bestehende Kanalrohr eingeführt und mit Luft aufgeblasen. Nach dem Aushärten sind alle Risse, Fugen etc. abgedichtet.
Wie geht es weiter? Im Gremium war man sich weitgehend einig, die sanierbaren Kanäle der Schadensklasse 0-1 schnellstmöglich mit „Inlinern“ zu sanieren. Die vollständigen Unterlagen von SIK werden kurzfristig an den Arbeitskreis „KANAL“ übergeben, der im Anschluss einen Vorschlag/Ablaufplan für das weitere Vorgehen erarbeitet. Besonderes Augenmerk gilt hier der hydraulischen Optimierung der Haibacher Känale – besonders an den bekannten Schwerpunktbereichen. Diese weitergehende Sanierung kann nur in offener Bauweise erfolgen und ist meist mit dem Austausch der vorhandenen Wasserleitung, dem Straßenbelag etc. verbunden.
Antrag der SPD-Fraktion: Ergänzungsantrag zum Durchfahrtsverbot für LKW über 3,5 t in der Büchelbergstraße
Ziel: Große LKW sollen aus der Büchelbergstraße ferngehalten werden. Dazu soll das ganze Quartier ab Würzburger Straße bis zur Büchelbergstraße gesperrt werden. Es werden 4 Schilder gebraucht mit dem Zusatzzeichen „Anlieger frei“. Auch bei bestehenden Schildern soll dieses Zusatzschild angebracht werden. Laut Bernd Oppenrieder (SPD) sind meist LKW im Innenort, die sich verfahren haben. Die neuen Schilder bedeuten keinerlei Beschränkungen für Haibacher, die ein Anliegen haben.
Christian Fuchs (FWG) wiederholte seine Aussage aus früheren Sitzungen, dass die geforderten 4 Schilder (Sponackerweg, Aschaffenburger Straße, Freiheitstraße, Büchelbergstraße) nicht reichen, wenn ein Verstoß geahndet werden soll. Es wären insgesamt 8 Schilder notwendig.
Diese Aussage wurde auch von der örtlich zuständigen Polizeiinspektion so bestätigt.
Die Verwaltung hatte deshalb zwei Alternativen zur Abstimmung vorbereitet:
Beschluss: 4 Schilder (Durchfahrtsverbot für LKW ab 3,5 t und Anlieger frei): 8:10 abgelehnt
Beschluss: 8 Schilder (inkl. Merkelstr.-Fischergasse-Auf dem Berg-Auf der Höhe): 10:8 angenommen
Zusätzlich soll mit der Stadt Aschaffenburg Kontakt aufgenommen werden, um dieses Durchfahrtsverbot bereits auf dem Stadtring anzukündigen. Ebenfalls sollen die Betreiber von Navigationsgeräten informiert werden.
Antrag von Gemeinderat Jörg Baumann: Auftrag zur Prüfung, ob von den 20 Spielplätzen im Gemeindegebiet hinsichtlich Kosteneinsparungen einige geschlossen und die Flächen anderen Zwecken zugeführt werden können.
Steffen Kruschina: Spielplätze tragen zur Lebensqualität bei. Es besteht für die CSU kein Grund, etwas zu ändern. „Wenn Jörg Baumann an den AK Sitzungen teilnehmen würde, könnte er sich viele Fragen selbst beantworten.“ Beschluss: 2:17 abgelehnt
Antrag der MfH-Fraktion: Errichten von Baumgräbern auf dem Friedhof Dörrmorsbach.
Stellungnahme des Bauhofes: Es ist nicht zu empfehlen, weil nicht genug Flächen für neue Bäume vorhanden sind.
Toni Stahl (MfH): Auch Urnenbestattungen im Wiesenbereich müssten möglich sein.
Bürgermeister Andreas Zenglein: Evtl. sind Urnengräber möglich, eine Urnenwiese ist in unserer Gemeindesatzung nicht erlaubt. Er prüft, wo etwas möglich ist, dann gibt es eine Wiedervorlage.
Zusatz-Info: Die Verwaltung hat ein neues Friedhofs-Verwaltungsprogramm. Deshalb werden die Friedhöfe mit Drohnen überflogen und die Ergebnisse digital eingespeist.
In Kürze: https://www.main-echo.de/8486794
Kanäle: https://www.main-echo.de/8486803
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