„Willkommen an Bord!“ Mit diesen Worten begrüßte der zweite Bürgermeister Ingo Adams den Gemeinderat in Vertreung von Bürgermeister Hermann Mantel vom Chefsessel aus, als er die Sitzung eröffnete und damit die „Crew“ in Empfang nahm.
Verkehr im Ortskern
Die derzeitige Verkehrsführung der „Sommerstraße“ stieß überwiegend auf Zustimmung. Zu diesem Ergebnis kamen die Vertreter des Planungsbüros ISA nach der Auswertung der bisherigen Rückmeldungen und Befragungen. Der Plan für die zweite Phase des Verkehrsversuchs überzeugte den Gemeinderat jedoch nicht vollständig. Vor allem die vorgesehene Sperrung der Eckenerstraße an der Kreuzung zur Münchstraße wurde kritisiert. Bürgermeister Hermann Mantel hat deshalb die praktische Umsetzung bei eigenen Fahrversuchen mit mehreren LKW erprobt. Die beteiligten Gemeinderäte kamen zu dem Schluss, dass sich diese „Diagonalsperre“ nicht umsetzen lässt.
FWG-Gemeinderat Claus Rückert brachte die Kritik auf den Punkt: „Die geplante Verkehrsführung in der Eckenerstraße kann so nicht bleiben!“ Die Redner der anderen Fraktionen stimmten ihm zu. Jürgen Großmann (MfH) unterbreitete einen weitergehenden Vorschlag: Die Eckenerstraße solle von der Aschaffenburger Straße in Richtung Freiheitstraße zur Einbahnstraße werden. Daneben könne die bestehende Einbahnregelung in der Freiheit- und Hauptstraße bleiben. Darüber hinaus schlug er vor, auch die Büchelbergstraße in Richtung Aschaffenburger Straße als Einbahnstraße auszuweisen.
Dieser Vorschlag war offenbar bereits im Vorfeld mit den anderen Fraktionen abgestimmt worden. FWG-Gemeinderat Christian Fuchs empfahl, die derzeitige Verkehrsführung beizubehalten, bis ein Einbahnstraßenring geplant sei. Lediglich Jörg Baumann (AfD) sprach sich gegen eine Einbahnregelung aus. Das Planungsbüro wird nun prüfen, wie sich die gewünschte Verkehrsführung umsetzen lässt. Nach einer Beratung am 30. September soll der Gemeinderat im Oktober entscheiden.
Dorffriedhof
Der Dorffriedhof ist derzeit nur zur Hälfte belegt. Die weitere Planung für den Ortskern sieht vor, den rechten Teil künftig anderweitig zu nutzen. Die Verwaltung wurde daher beauftragt, das Vorhaben mit den Inhabern der Grabstellen zu erörtern. Anschließend soll entschieden werden, ob dort weiterhin neue Belegungen möglich sind.
Jugend- und Seniorenbeirat
In den Jugendbeirat wurden Sandra Roth (CSU) und Dominic Will (DIE LINKE) berufen.
(Der Jugendbeirat vertritt die jungen Einwohnerinnen und Einwohner. Er soll dazu beitragen, dass ihre Interessen und Anliegen in der kommunalen Politik und Verwaltung Gehör finden.)
In den Seniorenbeirat wurden folgende Mitglieder berufen:
FWG: Ingo Adams und Inge Durchholz
CSU: Manuela Rückert und Theresa Heeg
SPD/MfH: Christel Löffler und Dietmar Kempf-Blatt
AfD: Jörg Baumann
(Der Seniorenbeirat vertritt die Interessen älterer Menschen gegenüber der kommunalen Politik und Verwaltung. Er soll die Gemeinde auf ihre Probleme und Bedürfnisse aufmerksam machen und Vorschläge für Verbesserungen erarbeiten.)
Auf die Frage von FWG-Gemeinderat Christian Fuchs nach einem Beauftragten für Inklusionsfragen erklärte die Verwaltung, dass der Seniorenbeirat diese Aufgabe mit übernehmen werde.
Im allgemeinen Teil der Sitzung bat FWG-Gemeinderat Christian Fuchs darum, die Sitzungen des Gemeinderats und seiner Ausschüsse wieder per Livestream zu übertragen.
So steht es im Main Echo:
In Kürze: https://www.main-echo.de/region/stadt-kreis-aschaffenburg/aus-dem-haibacher-gemeinderat-in-kuerze-art-8789501


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